Full text: Der Wandel der Branchen- und Berufsstruktur der österreichischen Beschäftigung seit Anfang der 1990er Jahre (104)

197 68 Teilweise ist dieser Rückgang auf eine Reklassifizierung von Erwerbspersonen, die eine kaufmänni- sche Lehre absolviert hatten, zurückzuführen; vgl. Anmerkung 66. 69 Der Anteilszuwachs der Sonstigen nichttechnischen Fachkräfte und der Anteilsrückgang der Büro- angestellten im Versicherungswesen wird durch die Volkszählungen freilich nicht unerheblich über- zeichnet. Diese Verzerrungen gehen vermutlich auf geänderte Zuordnungen zurück. Offenbar wurden Versicherungsvertreter 1991 den Büroangestellten zugeordnet, 2001 aber den Sonstigen nichttechni- schen Fachkräften. 70 Siehe Anmerkung 66. 71 Aoyama, Castells (2002) 143f. 72 Aoyama und Castells (2002) ordneten im Unterschied dazu 50% der Manager in Landwirtschaft, Sachgüterproduktion, Bauwirtschaft, Bergbau, Handel und Fremdenverkehr den Informationsbearbei- terInnen und 50% den SachgüterbearbeiterInnen zu. 73 Aoyama und Castells (2002) ordneten die Sicherheitsbediensteten den InformationsbearbeiterInnen zu. Da für diese Untersuchung die Volkszählungsdaten nur auf der Ebene der Berufsgruppen (Zwei- steller) zur Verfügung stehen, kann diese Unterscheidung zwischen Personenbezogenen Dienstleis- tungsberufen und Sicherheitsbediensteten nicht getroffen werden. 74 Dostal (2000) präsentiert einige Ergebnisse zur Informatisierung der Arbeitswelt aus der BIBB/IAB- Erhebung 1998/99. Demgemäß übten 1999 in Deutschland 48,5% der Erwerbstätigen Informationsbe- rufe aus. 1992 hatte der entsprechende Anteil 46,2% betragen. Als „Informationsberufe“ werden dabei all jene Berufe klassifiziert, „deren Aufgaben und Tätigkeiten sich auf die Verarbeitung von Informatio- nen konzentrieren“ (S. 155) – unabhängig davon, ob bei diesen Tätigkeiten Rechner in Anspruch ge- nommen werden oder nicht. (Zur Verbreitung von Informationsberufen in Deutschland siehe auch Dostal (1999)). 75 Vgl. Lassnigg, Prenner (1997b) 11 und Tabelle 2. 76 Weiss (1988) 147. 77 Ein deutlich zunehmender Beitrag des Berufseffekts zu den Beschäftigungsänderungen ist auch für Spanien festzustellen, und zwar für den Zeitraum 1994-99 im Vergleich zu den Perioden 1977-85 und 1985-92. Siehe dazu Cuadro-Roura, Iglesias-Fernández, Llorente-Heras (2003) 130. 78 Vgl. Lassnigg, Prenner (1997b) 10ff und Tabelle 2. 79 Vgl. Wolfmayr (2004) 237. 80 Vgl. Acemoglu (2002): „The recent consensus is that technical change favors more skilled workers, replaces tasks previously performed by the unskilled, and exacerbates inequality.“ (S. 7) „Personal computers, computer-assisted production techniques, and robotics appear to complement skilled wor- kers, replacing many labor-intensive tasks.“ (S. 8) 81 „The direct substitution and organizational complementarity channels both predict that an increase in the relative demand for highly educated workers should be associated with computerization.“ Autor, Katz, Krueger (1998) 1186. 82 Siehe Tichy (2002) 173. 83 Siehe dazu Dachs u. a. (2000) 94f. 84 Siehe dazu Krenn, Flecker, Stary (2003): „Neue IKT ermöglichen es, neue Varianten der Arbeitsor- ganisation zu entwickeln. Umgekehrt wirken sich organisatorische Vorstellungen, Vorgaben oder Be- schränkungen auf die Form der Techniknutzung aus. Informations- und Kommunikationstechnik einer- seits und Arbeitsorganisation andererseits können also in vielfältiger Weise miteinander in Verbindung stehen.“ (S. 43) Falk (2001a) befasst sich u. a. auch mit den Ursachen organisatorischen Wandels in deutschen Dienstleistungsunternehmen zwischen 1993 und 1995. Die Ergebnisse seiner ökonometri- schen Schätzungen stützen die Hypothese, wonach die Einführung der modernen IKT eine der we- sentlichsten Auslöser von organisatorischen Änderungen war. 85 Generelle Fähigkeiten: Kommunikations-, Problemlösungs-, Entscheidungsfähigkeit, Kreativität, Eigeninitiative, Flexibilität, Fähigkeit zur Gruppenarbeit. 86 Schlüsselfähigkeiten: Fähigkeit zur beruflichen Weiterbildung, zum Erlernen von neuen Fähigkeiten und Kenntnissen, auch außerhalb des erlernten Fachgebiets; Anpassungsfähigkeit an geänderte technische und organisatorische Bedingungen. Siehe Dachs u. a. (2000) 98. 87 Vgl. Bresnahan, Brynjolfsson, Hitt (2002) 344. 88 Hoch qualifizierte Arbeitskräfte und neue Techniken waren nicht in allen Phasen der modernen Wirtschaftsgeschichte relative Komplemente. Viele der wichtigen technischen Fortschritte des 19.

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