Sicherungssysteme und Risikoverteilung bei Betriebspensionen - L�ndervergleich 
Mag. Gerald Klec  12/14 
Studie im Auftrag der AK- Wien  
Kapitalmarkteinbr�che 2001/2002 folgende Rettungsaktion kostete die Steuerzahler in Folge viel 
Geld. (Vorher erzielte) Gewinne wurden privatisiert, die Verluste dann sozialisiert.  
Eine solches Eingreifen des Staates f�r betriebliche Altersvorsorgeanspr�che ist auch in anderen 
L�ndern bei stark krisenhaften Entwicklungen anzunehmen, insbesondere dann, wenn ein Staat 
seine �ffentliche Versorgung gezielt reduziert und die Risken der Pensionsvorsorge auf die 
B�rger abw�lzt (die diese Risken oftmals nicht erkennen oder richtig einsch�tzen k�nnen).  
Anders als das bisher der Fall war m�ssten solche impliziten Kosten f�r die Bew�ltigung von 
Krisenf�llen beim Vergleich der Kosten privater und �ffentlicher Pensionssysteme ber�cksichtigt 
werden. Gleiches gilt f�r die aus �ffentlichen Mitteln finanzierten F�rderungen der privaten und 
betrieblichen Altersvorsorge (Pr�mien, Steuerbeg�nstigungen, etc). 
Zusammenfassung � Verteilung der Risiken im L�ndervergleich  
Zentrale Merkmale des �sterreichischen Systems der Beitragszusagen �ber �berbetriebliche 
Pensionskassen: 
� Die Risiken der Kapitalveranlagung und die versicherungstechnischen Risiken sind allein 
von den Anwartschafts- und Leistungsberechtigten zu tragen. (keine 
Mindestertragsgarantie auf die eingezahlten Beitr�ge3, keine garantierte Mindestleistung 
wie bei den in manchen L�ndern verbreiteten Versicherungsprodukten) 
�  Die Arbeitgeber sind neben der Entrichtung der Pr�mie g�nzlich frei von Verpflichtungen 
(keine Finanzierungsverantwortung bei Unterdeckung wie bei den Leistungszusagen in 
den Niederlanden und im Vereinigten K�nigreich, keine Garantie einer bestimmten 
Mindestverzinsung wie in Belgien und bei deutschen Pensionsfonds).  
In den Vergleichsl�ndern dominieren entweder Leistungszusagen (Direktzusagen oder Zusagen 
�ber Pensionsinstitute mit Finanzierungsverantwortung der Arbeitgeber) oder Beitragszusagen 
mit versicherungs�hnlichem Charakter (mit garantierter Mindestleistung). Teils gibt es auch 
Beitragszusagen, bei denen der Arbeitgeber einen bestimmten Mindestwert des Pensionskapitals 
zu garantieren hat. Reine Beitragszusagen mit der Zuordnung aller Risiken zu den Anwartschafts- 
und Leistungsberechtigten auch in der Pensionsphase sind in den Vergleichsl�ndern kaum 
anzutreffen.  
In D�nemark erfolgt in aller Regel eine laufende Umrechnung der eingezahlten Beitr�ge in 
garantierte Annuit�ten. Das f�hrt zu einem garantierten Mindestwert der Pension und hat den 
Vorteil, dass sich Ver�nderungen in der Lebenserwartung, bei den Diskonts�tzen, etc. nicht 
schlagartig auf das gesamte Kapital auswirken, sondern nur auf neue Pr�mien.  
In Deutschland gibt es nach wie vor eine hohe Zahl an Direktzusagen, bei den ausgelagerten 
Durchf�hrungswegen dominieren Versicherungsl�sungen. Arbeitgeber, die einen Pensionsfonds 
w�hlen, sind zu einer Nominalwertgarantie auf die eingezahlten Beitr�ge verpflichtet.  
In Schweden haben Versicherungsl�sungen eine erhebliche Bedeutung. Sie sind teilweise 
verpflichtend (zumindest 50% der Beitr�ge bei j�ngeren Angestellten) oder Standard, wenn keine 
aktive Wahl f�r eine risikoreichere Veranlagung getroffen wird (Arbeiter). F�r ��ltere� 
                                                 
3
 Nach den Pensionskassengesetz-Novellen 2003 und 2005 haben rund 80 % der Anwartschafts- und 
Leistungsberechtigten aus der (nach der Reform 2003 noch verbliebenen) Minimalgarantie hinausoptiert.
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.