Full text: Armutsgefährdung in Österreich (2)

12 cen in den Bereichen Bildung, Ausbildung, Beschäftigung, gesundheitsversorgung, Pflege und soziale dienste. darauf wird bei den eu-Kennzahlen Bezug genommen. die zwei hier veröffentlichten studien behandeln diese verschiedenen Aspekte sozialer teilhabe: in der eu-siLc studie wird in Anlehnung an die eu-Armutsdefinition, die einigen der gemeinsamen eu-Kennzahlen zugrunde liegt, im stärkeren Ausmaß der Blickwinkel auf die Verteilung der einkommen und der finanziellen teilhabemöglichkeiten gelegt. in der studie „eingliederungsindikatoren“ wurde der schwerpunkt auf nicht monetäre teilhabemöglichkeiten gelegt. die entwicklung solcher zusätzlicher indikatoren, die die spezifischen Problemlagen in Österreich stärker berücksichtigen können, geschah im dialog mit den sozialpartnern, ngos, wissenschafterinnen und Vertreterinnen von gebietskörperschaften. Zur PoLitischen reLeVAnZ Von eu-siLc schweLLenwerten sowohl in der politischen als auch in der wissenschaftlichen debatte ist die in den eu-Berichten zur darstellung der sozialen Lage verwendete Armutsdefinition nicht unumstritten. diese definition zielt ausschließlich auf die einkommensverteilung ab. sie bezeichnet Personen als armutsgefährdet, die über weniger als 60% des gewichteten medianeinkommens verfügen. mit dieser definition können jene Bevölkerungsgruppen identifiziert werden, die im überproportionalen Ausmaß öffentlicher unterstützung für finanzielle und soziale teilhabe bedürfen. im sinne einer nachhaltigen Armutsbekämpfungspolitik ist es aber zu kurz gegriffen, die Art und die höhe des unterstützungsbedarfs ausschließlich aus den eu-siLc Ar- mutsgefährdungsschwellenwerten abzuleiten. Bei dieser Armutsdefinition wird nur die einkommensseite in Betracht gezogen. nicht berücksichtigt werden jedoch die mit diesen einkommen zu finanzierenden privaten

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