Full text: Fremdenrecht

25 Einreise und kurzfristiger Aufenthalt Tansania, Thailand, Togo, Tschad, Tunesien, Türkei, Turkmenistan, Uganda, Usbekistan, Vietnam, Zentralafrikanische Republik. [VO 539/2001 idF VO 2017/850] Arten von Visa (Art 3 und 24 ff Visakodex, §§ 20 ff FPG, §§ 3 ff FPG-DV) Visum für den Flughafentransit Im Grunde genommen ist das Flugtransitvisum kein Einreisevisum, es berechtigt nämlich nur zum Aufenthalt im Transitraum eines öster- reichischen Flughafens während einer Zwischenlandung bis zum Wei- terflug. Ein darüber hinausgehender Aufenthalt in Österreich ist nicht gestattet. Nur wenige Staatsangehörige benötigen dieses Visum. (Sie sehen sich dem pauschalen Verdacht ausgesetzt, einen Transitaufent- halt für einen dauernden Verbleib in Österreich nutzen zu wollen.) Ein Flugtransitvisum brauchen Staatsangehörige von Äthiopien, Afgha- nistan, Bangladesch, Eritrea, Ghana, Irak, Iran, Kongo, Nigeria, Pa- kistan, Somalia, Sri Lanka und Syrien. Sie brauchen allerdings kein Flugtransitvisum, soweit sie im Besitz eines Aufenthaltstitels von An- dorra, Japan, Kanada, San Marino oder den USA oder eines anderen EWR-Staates (inklusive Dänemark, Irland, Vereinigtes Königreich) sind oder ein Visum eines Schengen-Staates haben. Einheitliches Visum („Visum C“) Dieses Visum berechtigt zu einem bis zu dreimonatigen Aufenthalt in Österreich und in allen anderen Schengener Vertragsstaaten. Es wird deshalb auch als „Schengen-Visum“ oder „Touristenvisum“ bezeich- net. Dieses Visum ist das mit Abstand am häufigsten erteilte Visum. Der Aufenthalt für ein oder auch mehrere Schengen-Visa darf maxi- mal drei Monate innerhalb eines Zeitraumes von sechs Monaten be- tragen. Bei mehreren Aufenthalten dürfen diese zusammengerechnet insgesamt nicht mehr als drei Monate innerhalb eines halben Jahres betragen, wobei die Fristberechnung ab der ersten Einreise erfolgt. Der Antrag muss in der Regel persönlich gestellt werden, wenn aber die „Integrität und Zuverlässigkeit“ dieser Personen bekannt ist, darf davon abgesehen werden. Bei der Antragstellung werden biometrische Identifikatoren (Lichtbild und Fingerabdrücke) erfasst. Ein Visum darf nur erteilt werden, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: Fremdenrecht.indb 25 06.09.18 15:15

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