Full text: Finanzierung der Pflegevorsorge (Band 3)

einleitung 14 einleitung es wird ein Modell präsentiert, welches auf Basis von demografischen (Änderungen der Bevölkerungsstruktur, entwicklung des gesundheitszustandes) und nicht-demo- grafischen (arbeitsmarktentwicklung, Kostenentwicklung im pflegebereich) Faktoren die notwendigen Mittel für die pflegevorsorge bis zum Jahr 2030 prognostiziert. im dritten und letzten teil der studie werden pflegesysteme dreier europäischer länder untersucht: deutschland, dänemark und die niederlande. diese drei länder wurden ausgewählt, da sie unterschiedliche systeme repräsentieren: in deutschland wurde 1995 eine pflegeversicherung eingeführt (Beitragssystem), in dänemark wird die pflege über allgemeine steuermittel finanziert (steuersystem) und in den niederlanden wird die pflegevorsorge zwar auch über Beiträge finanziert, diese Beiträge haben jedoch eine wesentlich breitere einzahlungsbasis als nur jene der Beschäftigten, da z. B. auch vermögenssteuern inkludiert sind. das niederländische system repräsentiert also ein Mischsystem. 1.2. datenrestriktionen – grenzen der studie Während das Bundes- und landespflegegeld durch die jährlichen Berichte des arbeitskreises für pflegevorsorge gut dokumentiert sind, gestaltet sich die erfassung der sachausgaben der länder als problematisch. grund dafür ist die uneinheitliche und teilweise lückenhafte Berichterstattung der länder über ihre Finanzaufwände für stationäre, teilstationäre und mobile dienste. dadurch ergibt sich in den jährlichen Berichten des arbeitskreises für pflegevorsorge eine unvollständige zusammenstellung der sachleistungen der länder. Für diese studie wurde versucht, fehlende daten zu ergänzen – im speziellen für das Jahr 2006 –, das relevante Jahr für die prognosen über den künftigen Finanzaufwand der pflegevorsorge in Österreich. die wesentlichen probleme, die die vergleichbarkeit zwischen den Bundesländern laut den angaben der jährlichen Berichte des arbeitskreises für pflegevorsorge erschweren, sind folgende: (1) keine einheitliche aufteilung zwischen den leistungen für alte und

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.