Full text: Finanzierung der Pflegevorsorge (Band 3)

einleitung erheBung des status quo 17 Begleitung von pflegenden angehörigen nach Krankenhausentlassung; Möglichkeit, patientinnen auch kurzfristig in stationäre Betreuung zu geben um die häusliche 24-stunden-pflege zu entlasten; versorgungslücke nach Krankenhausentlassung; mehr vernetzung von stationärer, ambulanter und mobiler versorgung. 2. erheBung des status quo 2.1. die pflegevorsorge in Österreich pflegebedürftige Menschen werden in Österreich von der öffentlichen hand durch geldleistungen (steuerfinanziertes pflegegeld seit 1993) und durch sachleistungen (pflege und altenheime, soziale dienste) unterstützt. Für geldleistungen kommen der Bund (Bundespflegegeld) und die länder (landespflegegeld), für sachleistungen kommen die länder und die gemeinden auf. Während das pflegegeld durch das Bundespflegegeldgesetz und neun – im prinzip gleich lautende – landespflegegeld- gesetze bundesweit einheitlich geregelt ist, ist die erbringung von sachleistungen je nach Bundesland unterschiedlich geregelt, wodurch es bei der formellen pflegebe- treuung zu unterschiedlichen standards im Bundesgebiet kommt. der überwiegende teil der effektiven pflegeleistung wird jedoch informell, meist im familiären Kontext und unterstützt durch das Bundes- bzw. landespflegegeld, erbracht. laut Badelt et al. (1997) werden ca. 80% der pflegeleistungen durch die Familie erbracht. Mit dem 1. Juli 1993 wurde in Österreich ein einheitliches, bedarfsorientiertes – jedoch nicht notwendigerweise bedarfsdeckendes – pflegegeld in 7 leistungsstufen einge- führt, auf welches ein rechtsanspruch besteht – und zwar unabhängig von einkommen und vermögen sowie der ursache der pflegebedürftigkeit. diese neuregelung der pflegevorsorge in Österreich basiert erstens auf einer vereinbarung gemäß art. 15a B-vg über gemeinsame Maßnahmen des Bundes und der länder für pflegebedürftige personen und zweitens auf dem Bundespflegegeldgesetz und den korrespondierenden

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