Full text: Finanzierung der Pflegevorsorge (Band 3)

erheBung des status quo 18 erheBung des status quo pflegegeldgesetzen der länder. das sozialpolitische ziel dieser neuregelung war die gesellschaftliche absicherung des risikos, pflegebedürftig zu werden. das pflegegeld wird durch das allgemeine steueraufkommen finanziert. 2.2. Finanzierungsaufwand und Finanzierungsstruktur der langzeitpflege in Österreich in Österreich unterstützt die öffentliche hand – Bund, länder, gemeinden – die privaten haushalte durch geld- und sachleistungen. seit einführung des Bundes- und landespflegegelds im Jahr 1993 haben personen, die einen ständigen pflegebedarf von mehr als 50 stunden im Monat nachweisen können (und der voraussichtlich mehr als 6 Monate andauern wird), einen gesetzlichen anspruch auf die zuerkennung des Bundes- bzw. landespflegegeldes. dieses ist je nach notwendiger pflegeintensität in 7 stufen unterteilt mit einem monatlichen auszahlungsbetrag von € 148,3 euro in der ersten stufe bis zu € 1.562,1 in der siebten stufe. per stichtag 31.12.2006 wurde an insgesamt 398.293 personen pflegegeld ausbezahlt (337.322 Bundespflegegeld, 60.971 landespflegegeld). im vergleich zu 1996 hat sich die anzahl der Bundes- und landespflegegeldbezieherinnen um rund 26% erhöht. der größte teil wurde 2006 an Bezieherinnen der pflegestufe 2 (pflegebedarf zwischen über 75 und 120 stunden) ausbezahlt. Mehr als die hälfte der pflegegeldbezieherinnen sind in stufe 1 und 2, während nur ca. 5% in die obersten beiden Kategorien (stufe 6 und 7) fallen. geschlechts- spezifisch zeigt sich, dass zwei drittel der pflegegeldbezieherinnen Frauen sind, was vor allem an der demografischen entwicklung liegt (geringere Männeranzahl in den Kohorten durch die beiden Weltkriege sowie längere lebenserwartung von Frauen).

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