Full text: Unsere Mission: Gerechtigkeit. (5)

Arbeit&Wirtschaft 5/2013 5Veranstaltung
14. Konzerneforum der GPA-djp
Rund 200 Betriebsrätinnen und Betriebsräte folgten Ende Mai der Einladung der GPA-djp und disku tierten 
in der OMV-Raffinerie Schwechat. Veranstaltungsmotto: „Industrie hat Zukunft – im richtigen Umfeld“.
Österreichs Industriepolitik liege sehr gut, 
was die Wertschöpfungsketten betrifft, 
bestätigte der Leiter des Wirtschaftsfor-
schungsinstituts (WIFO) Karl Aiginger 
im Rahmen des 14. Konzerneforums der 
GPA-djp. „Um die EU-Ziele zu errei-
chen, bedarf es aber weiterer Anstrengun-
gen“, so Aiginger. „Die Herausforderung 
ist es, weiterhin im Segment der Hoch-
technologie und in der Grundlagenfor-
schung Fuß zu fassen, es braucht Inno-
vationen in der Ausbildung und eine 
nachhaltige Anhebung der F&E-Quote.“ 
Die EU forderte er auf, bei der Förde-
rungspolitik mehr spezifische Schwer-
punkte zu setzen und weniger einzelne 
Konzerne zu fördern.
Fehlende Planungssicherheit als Re-
sultat sich ständig ändernder Bedin-
gungen nannte Herbert Kepplinger, stv. 
Vorsitzender des Angestellten-BR der 
voestalpine Stahl, neben der Überkapa-
zität in der Stahlindustrie als größte 
 Herausforderungen in seiner Branche. 
Barbara Nerad, Vorsitzende des Ange-
stellten-BR bei Sandoz, berichtete, dass 
Am Podium der spannenden Diskussion: Wolfgang Katzian, GPA-djp, 
Martin Rossmann, OMV, Sabine Herlitschka, Infineon, Silvia Angelo, 
AK, Georg Kapsch, Industriellenvereinigung.
Die EU habe es sich zum Ziel gemacht, den Industrieanteil an der 
Wertschöpfung bis zum Jahr 2020 von derzeit 16 auf 20 Prozent zu 
erhöhen, berichtete Katzian. 
Rund 200 Betriebsrätinnen und Betriebsräte heimischer Konzerne 
 sowie Expertinnen und Experten beteiligten sich Ende Mai an der 
 Diskussion in der OMV-Raffinerie Schwechat.
Konsens beim Forum: „Es geht um die Schaffung und Sicherung von 
Arbeitsplätzen und darum, alle Rahmenbedingungen zu ermöglichen, 
damit die Industrie der Motor der europäischen Wirtschaft bleibt.“
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65 Prozent der Pharmaunternehmen mit 
einer Krise rechnen. Auch weil viele Län-
der glauben, mit Kostendämpfungsmaß-
nahmen im Gesundheitswesen sparen zu 
können. Alois Schlager, Vorsitzender des 
Angestellten-BR bei CNH Österreich 
(Steyr Traktoren), bezeichnete die Ver-
lagerung der Produktionsstätten inner-
halb der EU als Problem für die Unter-
nehmen als auch für die Arbeitneh-
merInnen. Martin Rossmann, ZBRV 
der OMV, wurde als Konzernekoordina-
tor der GPA-djp bestätigt.
        

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