Full text: 70 Jahre Kampf für Gerechtigkeit (3)

Arbeit&Wirtschaft 3/20156 Aus AK und Gewerkschaften
I M P R E S S U M
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von Redaktion und Herausgeber. Jeder/jede AutorIn trägt 
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AK:
Unternehmen finanziell gut gerüstet
Dividendenausschüttungen: AK fordert Umdenken der Unternehmer. 
ÖGB:
Wesentliche Ziele umgesetzt
Bundesvorstand beschließt Resolution zu Steuerentlastung.
Solide finanzielle Basis, stabile Ertrags lage 
und ein neuerlicher Rückgang bei den 
Dividendenausschüttungen: So lassen 
sich die Ergebnisse des AK-Unterneh-
mensmonitors zusammenfassen. Vor al-
lem bei der finanziellen Stabilität können 
die Betriebe punkten, die Zahlungsfähig-
keit kann sich sehen lassen und die Ge-
winnsituation ist stabil. Leicht positiv 
entwickelte sich auch die Beschäftigung, 
sie nahm um 0,6 Prozent auf 573.347 
Vollzeitbeschäftigte zu. Untersucht wur-
den die Jahresabschlussdaten für das 
Wirtschaftsjahr 2013 von 1.370 Unter-
nehmen. 
Erfreulich ist die Entwicklung der 
Dividendenausschüttungen, diese lagen 
zum zweiten Mal in Folge unter den In-
vestitionen in Sachanlagen. Abzuwarten 
bleibt, ob die Unternehmen diese be-
grüßenswerte Strategie fortsetzen. Die 
Eigentümer dürfen sich im Übrigen 
weiterhin über beachtliche Renditen auf 
ihr eingesetztes Kapital freuen, die bei 
11,2 Prozent lagen – Renditen, von de-
nen Otto-Normal-SparerInnen nicht 
einmal träumen können.
Investitionen gehen insgesamt zu-
rück und liegen noch sehr deutlich 
 unter den Vorkrisenjahren. Um die 
Konjunktur wieder anzukurbeln, be-
darf es jedenfalls eines deutlichen 
 Anstiegs der Investitionstätigkeit der 
Unternehmen. 
AK-Präsident Rudi Kaske zum Er-
gebnis: „Die sinkenden Dividendenaus-
schüttungen lassen hoffen, dass bei den 
Unternehmen ein Umdenken einsetzt. 
Wir fordern jedenfalls, dass mehr Geld 
in die Betriebe gesteckt als ausgeschüttet 
wird, um für eine nachhaltige positive 
wirtschaftliche Entwicklung und den 
Erhalt und die Schaffung von Arbeits-
plätzen zu sorgen.“
Mehr Infos unter:
tinyurl.com/qfuzr8q
Die ArbeitnehmerInnen und PensionistIn-
nen werden sich ihre Entlastung nicht 
selbst bezahlen: Diese zentrale Forderung 
der „Lohnsteuer runter!“-Kampagne hat 
der ÖGB-Bundesvorstand im März er-
neut bekräftigt. Einschnitte in Sozial- 
und Pensionssysteme lehnt der ÖGB-
Bundesvorstand klar ab. Mit Bedauern 
sieht der ÖGB, dass es nicht zu mehr 
Maßnahmen für größere Verteilungsge-
rechtigkeit gekommen ist. „Die wirt-
schaftliche Entwicklung ist alles andere 
als positiv“, sagte ÖGB-Präsident Erich 
Foglar in der Sitzung des ÖGB-Bundes-
vorstands. „In dieser Situation war es die 
einzig richtige Entscheidung, die Lohn-
steuern zu senken. Denn eines der Kern-
probleme ist, dass wir im Wachstum zu-
rückgefallen sind. Österreich gehört zu 
den wachstumsschwächsten Ländern der 
EU. Und eine Entlastung der niedrigen 
und mittleren Einkommen kurbelt den 
Konsum an und stärkt das Wachstum.“
Der ÖGB wird die Umsetzung der 
Steuerreform genau im Auge behalten. 
Dabei wird es auf die konkrete Ausge-
staltung der Gesetze ankommen, mit 
denen die Steuerreform 2015/2016 zu 
geltendem Recht wird. „Die Menschen 
brauchen nicht nur eine Steuerentlas-
tung, sondern auch soziale Absicherung. 
Deshalb darf es bei den Nachverhand-
lungen zu keinen Angriffen auf Arbeit 
und Beschäftigung sowie auf das Ge-
sundheits- und Pensionssystem oder das 
AMS kommen“, warnt der ÖGB.
Mehr Infos unter:
tinyurl.com/p7avuhu
        

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