Full text: Nur ned hudeln (8)

Arbeit&Wirtschaft 8/201546 Man kann nicht alles wissen
!Kung: Bezeichnung für ein in der Wüste Kalahari 
lebendes Buschvolk, das hauptsächlich von der 
Jagd lebt/e. Traditionellerweise sammelten die Frau-
en Wurzeln, Beeren etc. !K ist ein Klick-Laut, der 
außerhalb der Kalahari allerdings meist nicht ge-
sprochen wird. Heute sind die !Kung so wie auch 
andere Buschvölker hauptsächlich in der Landwirt-
schaft tätig. (Seite 16)
Ashram (Aschram): klosterähnliches hinduisti-
sches Meditationszentrum, das von einem Guru 
geleitet wird. (Seite 8)
Crux: Kummer, Last, Schwierigkeit (Seite 32)
Diamond, Jared: US-amerikanischer Evolutionsbio-
loge, Physiologe und Bio-Geograf, geb. 1937; er 
leitete zahlreiche Forschungsreisen nach Neugui-
nea. In seinen erfolgreichen und preisgekrönten 
populärwissenschaftlichen Büchern stellt Diamond 
neueste Erkenntnisse aus Anthropologie, Biologie 
und Geschichte zusammenhängend dar. Werke: Der 
dritte Schimpanse, Warum macht Sex Spaß? etc. In 
seinem 2012 erschienenen Buch „Vermächtnis: Was 
wir von traditionellen Gesellschaften lernen können“ 
vertritt er die These, dass die sozialen Strukturen 
indigener Gesellschaften im Prinzip den Strukturen 
vormoderner Gesellschaften entsprächen und daher 
Rückschlüsse auf die Menschheitsgeschichte er-
lauben. (Seite 16)
Ferenczi, Sándor: austro-ungarischer Neurologe 
und Psychoanalytiker (1873-1933), lange Zeit hin-
durch war er ein Freund und der engste Mitarbeiter 
von Sigmund Freud. Im Laufe der 1920er Jahre ent-
fernte er sich allerdings immer mehr von Freuds 
Theorien und Therapie-Methoden. So wollte Ferenczi 
etwa die Erkenntnisse der modernen Psychoanalyse 
für eine Art „innere Revolution“ als neue Etappe der 
Aufklärung nützen. Freud wiederum führte Ferenczis 
Theorien und Ideen auf einen „paranoiden Persön-
lichkeitsverfall“ zurück. (Seite 20)
Frankl, Viktor E.: österreichischer Neurologe und 
Psychiater (1905-1997), Begründer der Logothera-
pie (Existenzanalyse), beschäftigte sich von Anfang 
an stark mit den Themen Depression und Suizid. 
1930 organisierte er eine Sonderaktion zur Zeit der 
Zeugnisverteilung, in diesem Jahr gab es in Wien 
keinen einzigen Schüler-Suizid. Als Jude war Frankl 
fast drei Jahre lang u.a. in den KZs Theresienstadt 
und Auschwitz. Seine Frau und seine Eltern wurden 
in KZs ermordet. Seine Erfahrungen verarbeitete er 
in dem Buch „…trotzdem Ja zum Leben sagen“. Die 
Logotherapie (Existenzanalyse) geht von der Annah-
me aus, dass der Mensch auf Sinn ausgerichtet ist 
und nicht erfülltes Sinnerleben zu psychischen 
Krankheiten führen kann. (Seite 20)
Genesis: Schöpfungsgeschichte, Entstehung 
(Seite 20)
Insomnie: Schlaflosigkeit, Schlafstörungen, wobei 
unterschieden wird zwischen Ein- oder Durchschlaf-
störungen sowie frühzeitigem Erwachen. Insomnien 
erhöhen das Risiko für Depressionen um das Zwei- 
bis Sechsfache, das Risiko von Herz- oder Hirn-
infarkten um bis zu 70 Prozent. (Seite 19)
Kulturpass: Die Aktion „Hunger auf Kunst & Kultur“ 
wurde 2003 vom Schauspielhaus Wien gemeinsam 
mit der Armutskonferenz initiiert, um Kunst und 
Kultur für sozial benachteiligte Menschen leichter 
zugänglich zu machen. Mit dem Kulturpass erhalten 
finanziell schlecht gestellte Personen (Mindestpen-
sionistInnen, SozialhilfeempfängerInnen etc.) freien 
Eintritt in zahlreichen österreichischen Kulturein-
richtungen. www.hungeraufkunstundkultur.at 
(Seite 15)
Lohnquote: Anteil des ArbeitnehmerInnenentgeltes 
(ohne Einkommen der selbständig Erwerbstätigen) 
am Volkseinkommen (BIP). Mit der bereinigten Lohn-
quote wird die gesamtwirtschaftliche Lohnquote um 
Veränderungen der Erwerbstätigenstruktur (= Ver-
hältnis von selbständig und unselbständig Er-
werbstätigen) bereinigt. In den meisten EU-Staaten 
war die Bruttolohnquote zwischen 1974 und 1981 
am höchsten und sinkt seitdem wieder. (Seite 9) 
Monty Python: 1969 gegründete britische Komiker-
truppe, die sich vor allem durch schwarzen Humor 
auszeichnete und unter anderem auch Kinofilme 
drehte (Die Ritter der Kokosnuss, Der Sinn des Le-
bens etc.). Im Film „Das Leben des Brian“, der um 
Christi Geburt spielt, stellt eine jüdische Wider-
standsgruppe die Frage „Was haben die Römer je-
mals für uns getan?“ – und tatsächlich stellt sich 
heraus, dass die Bevölkerung den Römern doch auch 
einige Annehmlichkeiten und Errungenschaften zu 
verdanken hat. (Seite 10)
Odysseus: Gestalt aus der griechischen Mythologie; 
Odysseus war einer der Helden im Trojanischen 
Krieg. Seine dabei vollbrachten Taten, wie etwa der 
Bau eines riesigen hölzernen Pferdes während 
der Belagerung Trojas, werden von dem altgriechi-
schen Dichter Homer in der Ilias, die zehnjährige 
Irrfahrt auf der Heimreise in der Odyssee beschrie-
ben. (Seite 43)
Österreichischer Akademischer Austauschdienst: 
Agentur für internationale Mobilität und Kooperati-
on in Bildung, Wissenschaft und Forschung. Kern-
geschäft der OeAD-GmbH ist der Austausch von 
Personen aller Alters- und Bildungsstufen. Dafür 
werden institutionelle Kooperationen innerhalb 
 Europas und weltweit unterstützt und koordiniert. 
(Seite 38)
Peergroup: soziale Bezugsgruppe mit eigenen Wer-
ten, Einstellungen und Regeln, an denen sich die 
einzelnen Gruppenmitglieder orientieren. Eine be-
sonders wichtige Rolle spielen Peergroups bei Ju-
gendlichen. (Seite 42)
Protagonist: Hauptdarsteller, Hauptperson (Sei- 
te 29)
Rifkin, Jeremy: US-Soziologe, Ökonom und Publizist, 
geb. 1943; Berater mehrerer Regierungen und der 
EU-Kommission. Er veröffentlichte zahlreiche Bü-
cher über die Auswirkungen des wissenschaftlichen 
und technischen Wandels auf Arbeitswelt, Wirt-
schaft, Gesellschaft und Umwelt: „Das Ende der 
Arbeit und ihre Zukunft“, „Die Null-Grenzkosten-
Gesellschaft“ etc. (Seite 10)
Rosa, Hartmut: deutscher Soziologe und Politikwis-
senschaftler, geb. 1965, beschäftigt sich vor allem 
mit den Themenkreisen (unvermeidliche) Beschleu-
nigung im täglichen Leben, zivilgesellschaftliches 
Engagement sowie Verantwortung des Individuums 
gegenüber der Gesellschaft bzw. den Mitmenschen. 
(Seite 8) 
Schlafapnoe-Syndrom: Erkrankung, die durch auf-
fälliges Schnarchen in Kombination mit Atemstill-
ständen, die bis zu eine Minute dauern können, ge-
kennzeichnet ist. Die Atempausen lösen im Gehirn 
der Schlafenden Weckreaktionen aus und beein-
trächtigen die Schlafqualität. Typisch bei den Be-
troffenen sind daher Konzentrationsstörungen und 
(extreme)Tagesmüdigkeit, die unter anderem auch 
zu Sekundenschlaf führen kann. Durch die Atempau-
sen werden außerdem alle Organe unzureichend mit 
Sauerstoff versorgt, was sich vor allem in Form von 
Bluthochdruck und Herzproblemen äußert. (Seite 19)
Slow Food: Von der gleichnamigen Organisation 
kreierte Bezeichnung für genussvolles, bewusstes 
und regionales Essen. Die 1989 in Italien entstan-
dene Non Profit Organisation hat heute rund 100.000 
Mitglieder in ca. 150 Ländern. (Seite 15)
Spitzweg, Carl: deutscher Maler der Spätromantik 
(1808-1885), er zeichnete kleine, witzig-satirische, 
aber auch romantische Szenen aus dem Alltag der 
BürgerInnen. Am bekanntesten ist das Bild „Der 
arme Poet“, das einen Schriftsteller in seiner ärm-
lichen Dachstube zeigt. (Seite 20)
Sujet (franz., sprich: süschee): Gegenstand (Sei- 
te 20)
Unruhige Beine: Restless-Legs-Syndrom, neurolo-
gische Erkrankung, die sich durch Missempfindun-
gen in den Beinen und Bewegungsdrang äußert. Die 
Beschwerden treten meist abends bzw. nachts auf. 
(Seite 19)
Urban Gardening: gärtnerische Nutzung von 
Flächen im Stadtgebiet; häufig in Form von Ge- 
meinschaftsgärten, die von einer Gruppe aus der 
Nachbarschaft bearbeitet und abgeerntet werden. 
(Seite 15)
Wap-Billing: Bezahl-Methode über das Handy, bei 
welcher Abo-Bestellungen (für Spiele, Musik oder 
Apps) und Zahlungsvorgänge durch das Anklicken 
eines Buttons – ohne Bekanntgabe irgendwelcher 
Konto- oder Kreditkartendaten – abgewickelt wer-
den. Die Kosten scheinen dann auf der Mobilfunk-
Rechnung auf. (Seite 6)
        

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