29REPORTAGE
V
ormittags ist es „Am Tivoli“ meistens noch 
ziemlich leer. Denn um diese Zeit sind viele 
SeniorInnen beim späten Frühstück, bei der 
Physiotherapie oder zur Massage. Nur ein 
drahtiger älterer Herr, der energisch seine grellgrü-
nen Smovey-Ringe schwingt, marschiert auf und ab. 
Der ältere Herr leidet an Parkinson, wird von einer 
Therapeutin begleitet und lebt im Pflegewohnhaus 
Meidling im 12. Wiener Gemeindebezirk. „Am 
 Tivoli“ ist der Name von einem der zehn Wohn-
bereiche, die nach Bezirksteilen benannt sind, damit 
sich die PatientInnen rascher zu Hause fühlen.
Die Zeiten, als man Pflegeheime von Kranken-
häusern kaum unterscheiden konnte, sind eindeu-
tig vorbei. Hier riecht es weder nach Desinfektions-
mitteln noch nach Urin. Die Einrichtung ist bunt 
und erinnert eher an ein Möbelhaus als an ein 
 steriles Spital. Sitzecken mit Stehlampen, gut ge-
füllten Bücherregalen und Schwarz-Weiß-Fotos 
von Schauspielerlegenden wie Hans Moser sollen 
den SeniorInnen eine wohnliche Atmosphäre bie-
ten. Animationsangebote, Ausflüge oder der Be-
such von Therapiehund Elvin bringen zusätzlich 
etwas Abwechslung in den Alltag.
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.