46 Arbeit&Wirtschaft 9/2016
abz austria: 1992 gegründetes Non-Profit-Unter-
nehmen für die Gleichstellung von Männern und 
Frauen am Arbeitsmarkt, in der Bildung und in der 
Wirtschaft. Das Portfolio umfasst sowohl Angebo-
te für Frauen (berufliche Orientierung, Karriere-
coaching, Beratungen, Lehrgänge, Aus- und Wei-
terbildungen, Unterstützung bei der Gründung von 
Unternehmen) als auch für Unternehmen, wie etwa 
Trainings für Führungskräfte und MitarbeiterInnen 
zu Themen wie Vereinbarkeit, Frauen in Führungs-
positionen, gleichstellungsorientierte Arbeits(zeit)
modelle sowie werteorientierte Unternehmens-
strategien. (Seite 18)
Bundesforum Männer: 2010 in Berlin gegründete 
NGO, die sich als geschlechterpolitische Lobbyor-
ganisation und als Dachverband für Organisatio-
nen begreift, die in Deutschland im Feld der Jun-
gen-, Männer- und Väterpolitik tätig sind. (Seite 35)
Cass Business School: 1966 gegründete wirt-
schaftswissenschaftliche Fakultät der City Uni-
versity of London. Nach einer großzügigen Spende 
der Sir John Cass Foundation im Jahr 2002 wurde 
die staatliche Einrichtung in Cass Business School 
umbenannt. (Seite 32)
Dachverband Männerarbeit (DMÖ): Im Jänner 
2016 in Wien gegründete Allianz von Engagierten, 
Interessierten, Fachleuten und Organisationen im 
Feld der Buben-, Männer- und Väterarbeit. Der 
Dachverband ist gemeinnützig, parteipolitisch 
unabhängig und konfessionell neutral und ver-
steht sich als Sprachrohr für Männer mit ihren 
Verletzlichkeiten, Potenzialen und Anliegen, aber 
auch als Kooperationspartner für Frauen, deren 
Rechte und Anliegen. (Seite 12)
diversifizieren: ausweiten, vielfältiger gestalten. 
(Seite 40)
elaboriert: differenziert ausgearbeitet/ausge- 
bildet. (Seite 41)
FEM: 1992 an der Semmelweis-Frauenklinik in 
Wien-Währing gegründetes Frauengesundheitszen-
trum; sieben Jahre danach entstand das FEM Süd 
im Kaiser-Franz-Josef-Spital. (Seite 13)
Hacklerregelung: Die sogenannte Hacklerpensi-
on ist eine Langzeitversichertenpension, die von 
Personen mit vielen Versicherungsmonaten unter 
bestimmten Voraussetzungen in Anspruch ge-
nommen werden kann. In den vergangenen Jahren 
wurden nach und nach die Zugangsbedingungen 
erschwert (Anhebung des Zugangsalters und der 
Beitragsmonate) und die Anspruchsvorausset-
zungen verschärft (kein Nachkauf von Ersatzzei-
ten, Schul- und Studienzeiten mehr möglich). Das 
mögliche Antrittsalter und die erforderliche Versi-
cherungsdauer hängen daher vom Geburtsjahr-
gang ab. Eine befristete Sonderform ist die Lang-
zeitversichertenpension für SchwerarbeiterInnen. 
Sie ermöglicht für Frauen der Jahrgänge 1959 bis 
1963 einen Pensionsantritt mit 55 bei 40 Bei-
tragsjahren; für Männer, die zwischen 1954 und 
1958 geboren wurden, einen Pensionsantritt mit 
60 Jahren bei Vorliegen von 45 Beitragsjahren. 
Voraussetzung ist, dass in den letzten 20 Jahren 
vor dem Pensionsantritt zumindest zehn Jahre 
Schwerarbeit geleistet wurden. (Seite 15)
Hans-Böckler-Stiftung: 1977 gegründetes Mitbe-
stimmungs-, Forschungs- und Studienförderungs-
werk des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). 
Die gemeinnützige Stiftung hat ihren Sitz in Düs-
seldorf und ist benannt nach dem ersten DGB-
Vorsitzenden Hans Böckler. Sie unterstützt Man-
datsträger in Mitbestimmungsfunktionen und tritt 
für erweiterte Mitbestimmungsrechte ein. (Seite 36) 
Impulsberatung für Betriebe (IBB): Kostenfreies 
Beratungsangebot des AMS, das Betriebe bei der 
Bearbeitung von Personal- und Organisationsent-
wicklungsfragen unterstützt. Durchgeführt wird 
die Beratung von einem vom AMS beauftragten 
Beratungsunternehmen. Themenfelder: betriebli-
che Weiterbildung; alter(n)sgerechtes Arbeiten; 
Chancengleichheit zwischen Frauen und Män-
nern; Sicherung von Arbeitsplätzen bei Kapazi-
tätsschwankungen (Arbeitszeitmodelle etc.); Ge-
staltung betrieblicher Vielfalt/Integration ar-
beitsmarktpolitischer Zielgruppen. (Seite 20)
Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie 
(IRKS): 1973 in Wien gegründete außeruniversi-
täre sozialwissenschaftliche Einrichtung zur kri-
tischen Analyse von Recht und Kontrolle. Interdis-
ziplinär zusammengesetzte Arbeitsgruppen be-
fassen sich mit unterschiedlichen Aspekten 
staatlicher und gesellschaftlicher Regulierung 
von Abweichung sowie der Steuerung sozialer 
Prozesse mit den Mitteln des Rechts. (Seite 41)
Maskulismus (auch Maskulinismus): Antifemi-
nismus; Ideologie naturbedingter männlicher 
Überlegenheit, die sich in Männerbünden und 
antifeministischen Bewegungen artikuliert – et-
wa in Form der Männerrechtsbewegung, eine in 
den 1970er-Jahren in den USA entstandene Strö-
mung mit antifeministischen bis frauenfeindli-
chen Positionen. (Seite 41)
MEN: 2002 gegründetes Gesundheitszentrum für 
Männer und Burschen im Wiener Kaiser-Franz-
Josef-Spital; Schwerpunkt sind alle Bereiche und 
Themen, in denen Männer von Gesundheitsrisiken 
betroffen sind, unter besonderer Berücksichti-
gung sozial benachteiligter Gruppen (Armut, Mi-
grationshintergrund u. a. m.). FEM, FEM Süd und 
MEN bilden gemeinsam den Verein „Institut für 
Frauen- und Männergesundheit“. (Seite 13)
Mödlhammer, Helmut:  österreichischer Journalist 
und ÖVP-Politiker, geb. 1951; 1995–1999 Abgeord-
neter im Salzburger Landtag, seit 1999 Präsident 
des Österreichischen Gemeindebundes. (Seite 8) 
Popp, Adelheid: Frauenrechtlerin und Sozialistin 
(1869–1939); weil ihr Vater, ein Weber, nach dem 
Aufkommen der mechanischen Webstühle seine 
Familie kaum ernähren konnte und Alkoholiker 
war, arbeitete sie schon als Kind zwölf Stunden 
täglich in der Fabrik – so lange, bis sie wegen 
Erschöpfung und Unterernährung ohnmächtig 
wurde, fantasierte und in die Psychiatrie kam. Das 
Personal dort pflegte sie liebevoll und versorgte 
sie mit Büchern. Mit nur drei Jahren Volksschule 
erarbeitete sich Popp ihre Bildung weitgehend 
selbst, war später u. a. Mitbegründerin und Her-
ausgeberin der „Arbeiterinnen-Zeitung“. 1902 
initiierte sie gemeinsam mit Therese Schlesinger 
den Verein sozialdemokratischer Frauen und Mäd-
chen. 1918–1923 war Popp Abgeordnete im Wie-
ner Gemeinderat, 1919–1934 auch Parlaments-
abgeordnete. (Seite 4)
Segregation: Ausgrenzung (von Minderheiten), 
Unterscheidung. (Seite 22)
Trichet, Jean-Claude: französischer Finanzexper-
te, geb. 1942; von 2003 bis 2011 Präsident der 
Europäischen Zentralbank. Seit April 2012 ist er 
Vorsitzender des Verwaltungsrates der Brüsseler 
Denkfabrik BRUEGEL. (Seite 44)
Verein Wiener Jugendzentren (VJZ): 1978 wurden 
die (damals elf) Jugendzentren der Stadt Wien aus 
dem Verein Wiener Jugendkreis ausgegliedert und 
der Verein Wiener Jugendzentren gegründet. Er 
umfasst heute knapp 40 Einrichtungen, die zum 
Großteil in der offenen Kinder- und Jugendarbeit, 
der mobilen Jugendarbeit und der Gemeinwesen-
arbeit tätig sind. Damit ist der VJZ die größte 
gemeinnützige Trägerorganisation offener Kinder- 
und Jugendarbeit in Österreich. Finanziert wird der 
Verein Wiener Jugendzentren im Rahmen einer 
Gesamtsubvention der Stadt Wien, wobei dem 
Vereinsvorstand neben Delegierten verschiedener 
Jugendorganisationen auch Vertreter des Gemein-
derates angehören. (Seite 40)
Wurfmine: Im Ersten Weltkrieg konnten Minen 
erstmals serienmäßig in großen Stückzahlen her-
gestellt werden. Wurfminen waren ideale Waffen, 
um auf relativ kurze Entfernung treffgenau Ge-
schosse hinter Deckungen zu bringen. Dafür gab 
es spezielle Minenwerfer, die eine Schussweite von 
rund 400 Meter erreichten. (Seite 4)
Man kann nicht alles wissen ...
        

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