46 Arbeit&Wirtschaft 1/2017
Albrecht, Jan Philipp: deutsch-französischer Poli-
tiker der Grünen, geb. 1982; seit 2009 EU-Parla-
mentarier, der Jurist gilt als Datenschutzexperte. 
(Seite 38)
Alpine: Salzburger Baufirma, die 2013 Insolvenz 
anmeldete und deren Anleihen in den Jahren davor 
trotz bereits bekannter finanzieller Schieflage von 
österreichischen Banken in großem Stil auch an 
KleinanlegerInnen verkauft wurden. Zum Zeitpunkt 
der Emissionen war der Baukonzern bereits in fi-
nanzieller Schieflage, wie sich später herausstellte. 
Die AK strengte dazu Sammelklagen der Geschä-
digten gegen mehrere Banken an. (Seite 43)
Buddy: Kumpel; Partner zur gegenseitigen Absiche-
rung etwa beim Tauchen; Plural: Buddies. (Seite 13) 
CES (Consumer Electronics Show): Internatio- 
nale Technik- und Elektronikmesse, die seit 1967 
 alljährlich im Jänner in Las Vegas stattfindet. 
(Seite 36)
Climate Institute: 1986 in Washington gegründete 
Forschungseinrichtung, die sich als Erste nur mit 
dem Klimawandel beschäftigte. (Seite 26)
disruptiv: zerstörend, etwas Bestehendes verdrän-
gend. (Seite 13)
Economic Governance: Hier: wirtschaftspolitische 
Steuerung der EU; im Zuge der Finanz- und Wirt-
schaftskrise waren die gegenseitigen Abhängigkei-
ten der Staaten deutlich geworden. Als Reaktion 
darauf wurde die (nicht unumstrittene) neue wirt-
schaftspolitische Steuerung der EU entwickelt, die 
sich auf drei Grundpfeiler stützt: straffere Wirt-
schaftsagenda der Mitgliedstaaten mit engerer 
Überwachung durch die EU; Maßnahmen zur Erhal-
tung der Stabilität in der Eurozone sowie zur Sanie-
rung des Finanzsektors. (Seite 44)
egalitär: auf politische/soziale Gleichberechtigung 
ausgerichtet. (Seite 44)
ESMT (European School of Management and 
 Technology) Berlin: 2002 von 25 deutschen Unter-
nehmen und Verbänden gegründete private Hoch-
schule, die neben Berlin auch einen Campus in 
Köln hat. (Seite 36)
Gadget: technischer Gegenstand mit neuartigen 
Funktionen. (Seite 17)
Gewährleistung: Die Gewährleistung betrifft Män-
gel, die zum Zeitpunkt der Waren- oder Werküber-
gabe bereits vorhanden waren, auch wenn man 
diese erst später bemerkt. Der Händler muss die 
Ware austauschen oder kostenlos reparieren. Für 
Lieferwege, Arbeitszeit, Ersatzteile etc. dürfen keine 
Kosten verrechnet werden. Die Gewährleistungs-
frist beträgt zwei Jahre ab Übergabe bei beweg-
lichen Dingen (z. B. bei Büchern, Geräten, Autos) 
und drei Jahre bei unbeweglichen Sachen (Haus, 
Zentralheizung etc.). Beim Kauf von gebrauchten 
beweglichen Waren kann die Gewährleistungsfrist 
auf ein Jahr verkürzt werden – wenn das zwischen 
VerkäuferIn und KäuferIn extra ausgehandelt wird. 
Im Unterschied dazu handelt es sich bei der 
 Garantie üblicherweise um eine be sondere ver-
tragliche Zusage, bei Mangelhaftig keit eines Pro-
duktes dieses zu reparieren, auszutauschen oder 
sonst Abhilfe zu schaffen. (Seite 17)
Graswurzel-Bewegung: politische oder gesell-
schaftliche Initiative, bei der Ideen an der Basis 
(= aus der Bevölkerung) entstehen. (Seite 21)
Greenwashing: „Grünwaschen“ – angelehnt an 
den englischen Begriff whitewash (schönfärben) 
und an die Farbe Grün als Symbol für Natur- und 
Umweltschutz. (Seite 13)
ICRT (International Consumer Research and 
 Testing): 1990 gegründete, internationale Dach-
organisation zur Verwaltung von gemeinschaftlich 
durchgeführten vergleichenden Warentests, Markt- 
und Produktrecherchen. Der Sitz befindet sich in 
London mit einem Außenbüro in Brüssel. Die rund 
40 Mitglieder sind Verbraucherorganisationen, die 
in ihren Veröffentlichungen keine Produktwerbung 
betreiben und unabhängig sind. ICRT führt jährlich 
etwa 50 große gemeinschaftliche Tests durch. www.
international-testing.org (Seite 23)
immanent: innewohnend, innerhalb einer Grenze 
verbleibend. (Seite 13)
Projekt Jacquard: Das Projekt, bei dem elektroni-
sche Bestandteile in Textilien eingewebt werden, ist 
benannt nach dem französischen Weber Joseph-
Marie Jacquard. Er erfand 1805 eine Vorrichtung, 
mit deren Hilfe man jeden Kettfaden an der Web-
maschine steuern konnte. Die Jacquard-Web - 
stühle waren die ersten, die mithilfe von Loch - 
karten  ermöglichten, dass beliebig kompli zierte 
 Musterungen ins Gewebe eingewebt werden 
k onnten.  (Seite 37)
Nachrangiges Darlehen: Darlehen, das im Falle 
einer Insolvenz in dem Sinne nachrangig behandelt 
wird, als es erst nach den anderen Verbindlichkeiten 
bedient wird. Die Rückzahlung an die Darlehens-
geber erfolgt daher erst, nachdem alle anderen 
(nicht nachrangigen) Gläubiger (z. B. Lieferanten, 
Banken) in voller Höhe ausbezahlt wurden. Das 
damit verbundene höhere Risiko der nachrangigen 
Darlehen wird in der Regel durch einen gegenüber 
„normalen“ Krediten höheren Zins oder eine zu-
sätzliche Gewinnbeteiligung vergütet. (Seite 41)
Nachschusspflicht: Verpflichtung von Gesellschaf-
terInnen oder GenossenschafterInnen, bei Bedarf 
anteilsmäßig das bestehende Gesellschaftskapital 
zu erhöhen bzw. für entstandene Verluste zu haften. 
Diese Pflicht kann sich aus dem Gesetz, der Satzung 
oder dem Gesellschaftsvertrag ergeben. (Seite 41)
Ökodesign-Richtlinie: EU-Richtlinie für die Fest-
legung von Anforderungen an die umweltgerechte 
Gestaltung energieverbrauchsrelevanter Produkte 
(z. B. verpflichtende Energieverbrauchsangabe). 
Die Richtlinie, der zuerst die Glühlampen „zum 
 Opfer fielen“, wurde seit 2005 etappenweise immer 
wieder verschärft bzw. auf weitere Produktgruppen 
ausgedehnt. Während es anfangs hauptsächlich 
um direkt energiebetriebene Produkte ging, werden 
von der Richtlinie jetzt alle Waren erfasst, die Ein-
fluss auf die Energieeffizienz haben, wie etwa 
Dämmstoffe. Die jeweiligen Durchführungsverord-
nungen für die einzelnen Produkte greifen un-
mittelbar, direkt und ohne Übergangsfrist in den 
Mitgliedstaaten. Werden die Mindestanforderungen 
nicht erfüllt, darf das betreffende Produkt im 
EU-Binnenmarkt nicht mehr in Verkehr gebracht 
werden. (Seite 17)
Point of Sale (PoS): Verkaufsort, Geschäftslokal. 
(Seite 43)
Rana Plaza: Im April 2013 in Bangladesch einge-
stürztes, neunstöckiges, zum Teil illegal errichtetes 
Gebäude, das fünf Textilfabriken beherbergte. Das 
bis heute größte Unglück in der Geschichte der 
Textilindustrie forderte 1.138 Menschenleben und 
über 2.000 Verletzte und steht symptomatisch für 
die desolaten Arbeits- und Sicherheitsbedingun- 
gen in der gesamten Textil-, Kleider- und Schuh-
industrie weltweit. (Seite 10)
Schiffsfonds: Vor der Wirtschaftskrise wurden (ge-
schlossene) Schiffsfonds ebenso wie Immobilien-
fonds in großem Umfang auch an kleine Anlege-
rInnen verkauft. Nach krisenbedingten großen 
Verlusten wurden Banken zu Schadenersatzzah-
lungen verurteilt, weil sie nicht über das Total-
verlustrisiko und versteckte Provisionen aufgeklärt 
hatten. (Seite 43)
Silage: Durch Milchsäuregärung in Silos konser-
viertes Futter für Weidetiere; siliert werden haupt-
sächlich Getreide, Gras, Mais, Klee und Ackerboh-
nen. Die Konservierungsmethode wird auch bei der 
Lagerung nachwachsender Rohstoffe angewandt. 
(Seite 30)
Sparda-Banken: Genossenschaftlich organisierte 
Banken, die ursprünglich von Eisenbahnern für 
Eisenbahner gegründet wurden. Die Banken stehen 
praktisch im Eigentum ihrer KundInnen und setzen 
den Schwerpunkt auf PrivatkundInnen. In Öster-
reich fusionierten 2016 die Sparda-Bank Austria 
Nord und Austria Süd zur Sparda-Bank Austria, 
die Sparda-Bank Wien ist mittlerweile eine Aktien-
gesellschaft. (Seite 14)
UHD: Ultra High Definition, extrem hohe Auflösung, 
gebräuchlich ist auch die Bezeichnung 4 K, weil 
die Auflösung viermal so hoch ist wie bei Full HD. 
(Seite 16)
Umlageverfahren: Methode zur Finanzierung von 
Sozialleistungen, v. a. Pensionen. Die Gelder werden 
dabei nicht wie beim Kapitaldeckungsverfahren in 
speziellen Fonds angelegt, sondern die Beiträge der 
aktiven Versicherten dienen in derselben Periode 
zur Deckung der Rentenansprüche. (Seite 40)
Man kann nicht alles wissen ...
        

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