18 Arbeit&Wirtschaft 1/2018
bringen und Entwicklungen in der Fir-
ma aktiv mitgestalten.“ Gemeinsam 
haben die beiden Körperschaften „viel 
geschaffen“. Allerdings mit großen 
Schwierigkeiten, da sich vor fünf Jah-
ren noch keine Freistellung für den Ar-
beiterInnenbetriebsrat ausgegangen ist. 
Erst 2017 wurde Christian Hackl, der 
in der Produktion begonnen, viele Ab-
teilungen durchlaufen, jede Menge 
Jobs getätigt und eine Menge Positives 
wie Negatives erlebt hat, ebenfalls frei-
gestellt. 
Kampf um Arbeitsplätze
„Wir sind natürlich ein profitorientierter 
Betrieb. Dadurch, dass wir wachsen wol-
len, müssen wir durchleben, was auch 
in anderen Firmen passiert“, bringt Freu-
denschuss „den Kampf um Arbeitsplät-
ze“ auf den Punkt: effizienter Ablauf, 
Modernisierung, Automatisierung. „Die 
Wahl von Hernals als Hauptstandort be-
deutet ein hohes Auftrags- und Investi-
tionsvolumen“, erklärt der Vorsitzende 
des Angestelltenbetriebsrats. „Wir sind 
massiv gewachsen und als Betrieb, der 
nicht auf der grünen Wiese steht, wird 
Manner als Elektrotechniker gearbeitet. 
An seiner Seite setzt sich Christian Hackl 
für die Interessen der ArbeitnehmerInnen 
ein, er ist Vorsitzender im ArbeiterInnen-
betriebsrat und heuer 
seit 15 Jahren bei 
Manner. 
Natürlich läuft 
nicht alles in der 
Firma rosarot. „In 
der heutigen Zeit ist 
es ja nicht mehr so, dass die Arbeit des 
Betriebsrates stets problemlos über die 
Bühne geht. Sie ist schwieriger und 
kräfteraubender geworden“, erklärt 
Freudenschuss. Die beiden Betriebsräte 
sind sich einig: Die Arbeit bei Manner 
ist durch die Umstrukturierungen der 
vergangenen Jahre eine völlig andere 
geworden. Ein neues Management ver-
ändert auch die Art und Weise, wie ein 
Betrieb gelebt wird. „Das ist ein Pro-
zess, der uns schon die letzten Jahre be-
gleitet und nicht von heute auf morgen 
stattfindet.“
Kollege Freudenschuss erinnert sich 
daran, weshalb er sich zu Beginn im Be-
triebsrat engagierte: „Ich wollte vieles 
verändern, Positives für die Leute ein-
den niederösterreichischen Standort 
Wolkersdorf. Neben der Firmeneinfahrt 
und dem historischen Eingangstor in 
Hernals dominiert ein rosafarbener Wür-
fel, eine Produkti-
onshalle, das Stra-
ßenbild. Was Passan-
tInnen verborgen 
bleibt, sind die In-
nenhöfe und jegli-
cher Fertigungs-
schritt auf mehreren Stockwerken. Nicht 
von außen sichtbar war auch der Einsturz 
eines Gebäudeteils während des Umbaus 
im Oktober 2014. 
Näher zusammengerückt
In der schwierigen Phase nach dem Ein-
sturz, der auch Produktionsengpässe zur 
Folge hatte, leistete „die Belegschaft her-
vorragende Arbeit und rückte näher zu-
sammen“ – tatkräftig von ArbeiterInnen- 
und Angestelltenbetriebsrat unterstützt, 
wie Peter Freudenschuss erzählt. Der 
49-Jährige ist Vorsitzender des Angestell-
tenbetriebsrats und feiert kommendes 
Jahr sein 30-jähriges Firmenjubiläum. Bis 
zu seiner Freistellung 2013 hat er bei 
Kommendes Jahr feiert Angestellten-
betriebsratsvorsitzender Peter Freuden-
schuss sein 30-jähriges Betriebsjubiläum.  
Er erinnert sich, weshalb er sich zu Beginn 
im Betriebsrat engagierte: „Ich wollte vieles 
verändern, Positives für die Leute ein-
bringen und Entwicklungen in der Firma 
aktiv mitgestalten.“ 
Gemeinsam mit dem ArbeiterInnen-
betriebsrat hat er „viel geschaffen“. 
Allerdings mit großen Schwierigkeiten, denn 
bis vor fünf Jahren ist sich noch keine 
Freistellung für den ArbeiterInnen-
betriebsrat ausgegangen. Erst 2017 wurde 
sein Kollege Christian Hackl ebenfalls 
freigestellt. 
„Werden die Betriebsräte 
reduziert, ist das eine massive 
Verschlechterung, weil die 
Ressourcen schmäler werden.“ 
Arbeiterbetriebsrat Christian Hackl
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.