29Arbeit&Wirtschaft 10/2018  REPORTAGE
I
m niederösterreichischen Bezirk Kor-
neuburg hat sich die Situation seit 
den letzten AK-Wahlen 2014 verän-
dert: Einige Firmen haben ihren 
Standort geschlossen, so auch der Süß-
warenhersteller Auer-Blaschke. Das Werk 
in Spillern zählte 60 Beschäftigte, die 
Produktion wurde zum Mutterkonzern 
in Spitz, Oberösterreich, verlagert. An-
dere große Traditionsbetriebe haben ihren 
Personalstand deutlich reduziert. Außer-
dem – was ungewöhnlicher ist als Unter-
nehmens-Umstrukturierungen – wurde 
der Bezirk Wien-Umgebung im Jänner 
2017 aufgelöst. Seither zählt auch Geras-
dorf zu den aktuell 20 Gemeinden des 
Bezirks Korneuburg. 
Seit 20 Jahren dabei
Weitgehend unverändert ist hingegen 
die Zusammensetzung des Kernteams 
der AK-Bezirksstelle Korneuburg. Für 
die Wahlorganisation verantwortlich 
sind Bezirksstellenleiter Alfred Jordan, 
Brigitte Schüller und Marion Klapps. 
Die drei sind nicht zum ersten Mal in 
die Vorbereitungen eingebunden. Rou-
tinier Alfred Jordan, seit 1998 in der 
 Bezirksstelle tätig, hat bereits die AK-
Wahl 2004 organisiert. 
Die erste AK-Wahl in der neuen 
Funktion als Bezirksstellenleiter und 
Hauptverantwortlicher war eine große 
Herausforderung für mich.“ Unter an-
derem sind zahlreiche Termine, Fristen 
und Erledigungslisten zu beachten und 
abzuarbeiten: „Das hat mir auch schon 
die eine oder andere schlaose Nacht 
beschert. Heute ist das für mich zwar al-
les eher Routine, aber jede AK-Wahl ist 
dann doch wieder eine ganz spezielle 
und packende Aufgabe“, weiß Jordan.
Betriebsstättenerhebung Nummer 1
Die ersten Vorbereitungen für die AK-
Wahlen in Korneuburg haben nach der 
Urlaubszeit im September begonnen. Im 
niederösterreichischen AK-Wahlbüro mit 
Sitz in St. Pölten startete die Arbeit aller-
dings schon deutlich früher, nämlich im 
Juni mit der ersten Betriebsstättenerhe-
bung. „Da wurden rund 16.500 nieder-
österreichische Betriebe mit mehr als fünf 
DienstnehmerInnen angeschrieben, um 
zu eruieren, wie viele Betriebsangehörige 
es an welchen Standorten gibt“, erklärt 
Christian Haberle, Leiter des Arbeiter-
kammer-Wahlbüros Niederösterreich. 
„Außerdem werden mehr als 150.000 
Arbeitssuchende, Karenzierte, Lehrlinge, 
geringfügig Beschäftigte sowie Zivil- und 
Präsenzdiener angeschrieben und einge-
laden, sich zu veranlagen.“ 
Denn diese sogenannten sonstigen 
Wahlberechtigten haben – wie der 
Name schon sagt – das Wahlrecht, ste-
hen aber ohne eigenes aktives Handeln 
in Form dieser Veranlagung auf keiner 
WählerInnenliste. Bevor sie allerdings 
tatsächlich wählen können, wird vom 
Wahlbüro noch geprüft, ob die Betref-
fenden – etwa vor Arbeitslosigkeit oder 
Zivildienst – nicht womöglich als Land-
arbeiterInnen oder in der Hoheitsver-
waltung tätig waren und somit keine 
AK-Mitglieder sind. 
Gewählt wird im Betrieb, per Wahl-
karte oder in einem öentlichen Wahl-
lokal, wie es die Bezirksstelle Korneu-
burg zwischen 20. März und 2. April 
2019 auch sein wird. Doch bis dahin 
wartet noch einiges an Arbeit auf Alfred 
Jordan und sein Team: „Wir haben im 
Bezirk mit den ortsansässigen Unter-
nehmen eine gute Gesprächsbasis und 
Voll motiviert
Das (nicht ganz vollständige) 
Team Korneuburg: Andreas 
Riedl, Brigitte Schüller, 
Bezirks stellen leiter Alfred  
Jordan, Marion Klapps und  
Andreas Musil.
        

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