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Stimme der Beschäftigten 
 wichtiger denn je!
3,6 Millionen ArbeitnehmerInnen wählen im Jahr 2019 ihre Interessenvertretung.
2019 finden in ganz Österreich wieder 
Wahlen zu den Vollversammlungen der 
Arbeiterkammern statt. In jedem Bun-
desland werden durch eine gleiche, ge-
heime und direkte Wahl für jeweils fünf 
Jahre die Mitglieder der AK-Vollver-
sammlungen gewählt.
Als gesetzliche Interessenvertretung 
setzt sich die „Kammer für Arbeiter und 
Angestellte“ für Beschäftigung, Weiter-
bildung, Qualifizierung und Wieder-
eingliederung ihrer Mitglieder am Ar-
beitsmarkt ein. Daneben vertritt die 
Arbeiterkammer die ArbeitnehmerIn-
nen bei einer Vielzahl von emen, da-
runter Arbeits- und Sozialrecht sowie 
KonsumentInnenschutz.
Zwei Millionen Beratungen
Die AK hat 2017 österreichweit mehr 
als zwei Millionen Beratungen durchge-
führt und für ihre Mitglieder über 532 
Millionen Euro vor Gericht und außer-
gerichtlich zurückgeholt. Über drei 
Viertel der Beratungen sind arbeits-, 
sozial- und insolvenzrechtliche Bera-
tungen.
Wer wird gewählt?
Die Zahl der Mitglieder der AK-Voll-
versammlungen – den sogenannten 
KammerrätInnen – hängt von der Zahl 
der AK-Mitglieder im jeweiligen Bun-
desland ab. So hat z. B. Wien als mit-
gliederstärkstes Bundesland 180 Man-
date.
Bei den AK-Wahlen geht es um viel 
mehr als um die insgesamt 840 zu ver-
gebenden Mandate oder um die Funk-
tionen der damit ebenfalls zur Wahl 
stehenden neun AK-PräsidentInnen: Es 
geht darum, welches Gewicht die Stim-
me der ArbeitnehmerInnen in Öster-
reich in Zukunft haben wird und wie 
deutlich sie deren Interessen gegenüber 
der Regierung, gegenüber den Arbeitge-
bern und in der Gesellschaft zum Aus-
druck bringen kann. In der Vollver-
sammlung oder in einzelnen Ausschüs-
sen bestimmen die KammerrätInnen 
die Politik der AK mit. Die AK-Wahl ist 
somit eine politische Wahl!
Das Ergebnis der AK-Wahlen be-
stimmt auch die Entsendung von Ver-
treterInnen in die Hauptversammlung 
der Bundesarbeitskammer (BAK) sowie 
in die Gremien der Sozialversicherungs-
träger wie z. B. der Gebietskrankenkas-
sen (GKK), der Allgemeinen Unfallver-
sicherungsanstalt (AUVA) und der Pen-
sionsversicherungsanstalt (PVA).
Wie wird die AK-Wahl organisiert?
Die AK-Wahlen werden von den einzel-
nen Länderkammern organisiert und so 
durchgeführt, dass jedes Mitglied die 
Möglichkeit hat, von seinem Wahlrecht 
Gebrauch zu machen. Dazu werden 
Wahlbüros eingerichtet.
Aufgaben des Wahlbüros
Die Aufgaben des Wahlbüros sind im 
AK-Gesetz (AKG) und der AK-Wahl-
ordnung (AKWO) geregelt. Das Wahl-
büro ist dafür verantwortlich, dass die 
AK-Wahlen reibungslos und den recht-
lichen Bestimmungen entsprechend ab-
laufen. Nach Möglichkeit soll die Wahl 
direkt in den Betrieben abgehalten wer-
den, um den WählerInnen entgegenzu-
kommen. Dabei wird selbstverständlich 
auf die betrieblichen Abläufe Rücksicht 
genommen.
Wer ist wahlberechtigt?
Wahlberechtigt sind sämtliche Arbeit-
nehmerInnen in aufrechten Dienstver-
hältnissen. Auch freie DienstnehmerIn-
nen sind wahlberechtigt, da auch sie 
AK-Mitglieder sind.
Nicht wählen dürfen z. B. Beam-
tInnen in der Hoheitsverwaltung, lei-
tende Angestellte und ÄrztInnen.
Wer muss sich erst in die 
Wählerliste eintragen?
Lehrlinge, AK-Mitglieder in Karenz, 
ArbeitnehmerInnen, die den Präsenz- 
bzw. Zivildienst leisten, geringfügig Be-
schäftigte und Arbeitsuchende können 
ebenfalls ihre Stimme abgeben. Aller-
dings müssen sie sich rechtzeitig in die 
Wählerliste eintragen („sich veranla-
gen“).
BetriebsrätInnen spielen eine 
wichtige Rolle
Die BetriebsrätInnen spielen bei den 
AK-Wahlen eine enorm wichtige Rolle. 
Sie organisieren den Ablauf der Wahl 
im Betrieb und informieren bzw. moti-
vieren die KollegInnen zur Teilnahme 
an der AK-Wahl.
Schreiben Sie Ihre Meinung an die Autorin
elisabeth.glantschnig@akwien.at
oder die Redaktion
aw@oegb.at
 
Arbeit&Wirtschaft 4/2018
Elisabeth Glantschnig
AK Wien
Aus AK und Gewerkschaften
        

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