44 Arbeit&Wirtschaft 7/2018
awblog.at ist die digitale Ergänzung 
zur Printausgabe der „Arbeit&Wirtschaft“. 
Frisch gebloggt zeigt die Highlights.
Der österreichische Korporatismus der Zweiten 
 Republik versteht die Gesellschaft als Gebilde aus 
sozialen Gruppen oder Klassen. Im Gegensatz zur 
klassischen liberalen Theorie: Diese unterstellt, 
dass eine Gesellschaft aus freien Individuen be-
steht, die alle die gleichen Chancen vorfinden – in 
der Gesellschaft wie auf dem Markt. Die aktuellen 
Angriffe auf Sozialpartnerschaft, Selbstverwaltung 
und die gesetzliche AK-Mitgliedschaft werden in 
diesem Sinne als Befreiung von Zwang und ein 
Mehr an Demokratie und Vielfalt verkauft. Tat-
sächlich geht es aber um eine Zersplitterung or-
ganisierter kollektiver Interessen, um die Durch-
setzung einzelner, elitärer Anliegen zu erleichtern. 
Denn nicht jedes Individuum und jede Gruppe hat 
dieselben Chancen, eigene Bedürfnisse zu vertre-
ten. Eine begrenzte Anzahl von Verbänden bündelt 
jedoch die Interessen unterschiedlicher Gruppen. 
Erst das ermöglicht, dass auch Minderheiten oder 
benachteiligte Gruppen ihre Interessen gegenüber 
den Starken und Mächtigen wahren können. 
Lesen Sie mehr: tinyurl.com/y76fucqbt
 
Mit vereinten Kräften
Tobias Hinterseer
Neoliberale Thinktanks konnten ihren Einflussbe-
reich in den letzten Jahren erheblich erweitern. Auch 
hierzulande treten sie immer öfter in Erscheinung, 
etwa wenn es um eine vermeintliche Unfinanzier-
barkeit des Sozialstaats geht. Sie sind bestens mit 
finanzkräftigen Privaten und Wirtschaftsverbänden 
vernetzt, dennoch verkaufen sie die Ergebnisse ih-
rer interessengeleiteten Forschung als objektiv. 
Auch die Zunahme von drittmittelfinanzierten For-
schungsaufträgen an den Universitäten sollte 
 Gegenstand einer breiteren Debatte über die Finan-
zierung und Kontrolle von Forschung sein. Die For-
derung nach öffentlicher Forschungsfinanzierung 
allein bietet dabei freilich auch keine Garantie für 
Objektivität. Worum es geht, ist die grundsätzliche 
Autorität von Wissenschaft in der medialen Öffent-
lichkeit. Das gilt nicht zuletzt in einer Gegenwart, 
in der Fake News die faktenbasierte Auseinander-
setzung als Grundlage jedes sozialen Ausgleichs zu-
nehmend bedrohen.
Lesen Sie mehr: tinyurl.com/ycctoyef
Der Kampf um die 
Wahrheit
Lena Karasz
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