Full text: Implementierung und Testung des "Arbeitsmarktindex der Arbeiterkammer Wien"

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basieren ebenfalls auf den Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung und fließen in den 
Bereichsindex 3 („Zugangsgerechtigkeit und Verbleib“) ein. 
Arbeitsmarktpolitik (AMP)/Labour Market Policy (LMP) 
Die Daten zur Arbeitsmarktpolitik (AMP) liefern Statistiken über arbeitsmarktpolitische 
Ansätze in den Mitgliedstaaten. Diese Daten werden jährlich auf Grundlage 
administrativer Quellen zusammengestellt.4 Zielgruppen der Interventionen sind 
Personen mit Schwierigkeiten mit der Integration ins Beschäftigungssystem. Dazu 
zählen nicht nur Arbeitslose sondern beispielsweise auch aktuell in aufrechter 
Beschäftigung stehende, aber von unfreiwilliger Arbeitslosigkeit Bedrohte oder 
Nichterwerbspersonen, die in den Arbeitsmarkt eintreten wollen und in irgendeiner 
Form benachteiligt sind (Europäische Kommission, 2006). Aus der AMP Datenbank 
stammen die Informationen zu den öffentlichen Ausgaben für (aktive) 
Arbeitsmarktpolitik und zur Zahl der Teilnehmerinnen sowie Teilnehmer an (aktiven) 
arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen im Bereichsindex 2 („Integrationsorientierung“).  
Verdienststrukturerhebung (VSE)/Structure of Earnings Survey (SES) 
Zwei Jahre nach Ablauf des Referenzjahres sind die Ergebnisse der 
Verdienststrukturerhebung, die alle vier Jahre durchgeführt wird, über Eurostat 
verfügbar.5 Ihre Informationen gehen in den Bereichsindex 4, die „Verteilung der 
Erwerbseinkommen“, ein. Die Verdienststrukturerhebung hat die Ermittlung EU-weit 
vergleichbarer Daten über die Höhe und Verteilung der Verdienste zum Ziel. 
Dementsprechend basieren die Daten auch auf einheitlichen Definitionen und 
ermöglichen zuverlässige Vergleiche zwischen den Mitgliedsstaaten. Erhoben 
werden die Verdienste unselbständig Beschäftigter in Unternehmen mit zehn und 
mehr Beschäftigten im produzierenden Gewerbe und im privaten 
Dienstleistungsbereich (Statistik Austria, 2009A). Eurostat stellt detaillierte 
Informationen zu den Bruttostunden-, Bruttomonats- und Bruttojahresverdiensten, zur 
bezahlten Arbeitszeit und zu jährlichen Urlaubstagen zur Verfügung. Diese Daten 
ermöglichen unter anderem Analysen über die Struktur und Verteilung der 
Verdienste nach Branchen, Berufen, Bildungsabschlüssen, Alter und Geschlecht. 
                                                     
4 Laut Eurostat gibt es derzeit keine gesetzliche Grundlage für die Erstellung der Arbeitsmarktpolitik-Statistiken. Die 
Übermittlung der Daten basiert auf freiwilliger Basis (Q: Eurostat, 
http://epp.eurostat.ec.europa.eu/portal/page/portal/labour_market/labour_market_policy.) 
5 Referenzjahre sind 2002 und 2006, in den Index geht das Jahr 2006 ein; die nächste Erhebung findet 2010 statt (Q: 
http://epp.eurostat.ec.europa.eu/portal/page/portal/labour_market/earnings).
        

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