Full text: Wirtschaft und Gesellschaft - 1982 Heft 1 (1)

Ubersicht 1 Lohnpyramide männlicher und weiblicher Arbeitnehmer 1957 und 1980 Männerlohn in % der Einkommen in S Frauenlöhne Dezil Männer Frauen (Frauen = 100) 1957 1980 1957 1980 1957 1980 unterster 590 4.480 360 2.880 164 156 2. 1.160 7.740 670 4.540 173 170 3. 1.400 9.110 840 5.720 167 159 4. 1.550 10.300 980 6.640 158 155 5. 1.700 11.490 1.100 7.470 155 154 6. 1.870 12.770 1.230 8.240 152 155 7. 2.080 14.340 1.360 9.190 153 156 8. 2.350 16.510 1.540 10.520 153 157 oberster 2.790 20.680 1.850 12.990 151 159 Quelle: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Lohnstufenstatistik. Diese 50-Prozent-Regel gilt für alle Ebenen der geschlechtsspezifi¬ schen Entlohnungshierarchien: Der Bereich der obersten 10 Prozent der Einkommensbezieher fing 1980 für Frauen bei einem Bruttogehalt von S 12.990-, bei Männern dagegen bei S 20.680- an. Die untersten 30 Prozent der Frauen mußten sich mit weniger als S 5.720 - begnügen; derselbe Grenzwert lag mit S 9.110- für Männer wesentlich höher. Das hohe Maß an wirtschaftlicher Benachteiligung der Frauen im Arbeitsprozeß wird auch durch die folgenden Zahlen belegt: Während im Jahr 1980 70 Prozent aller Frauen weniger als das mittlere Einkom¬ men (und rund 80 Prozent der Frauen weniger als das durchschnittliche Einkommen) aller österreichischen Arbeitnehmer erzielten, lagen nur rund 30 Prozent der Männer unter dem mittleren und 40 Prozent unter dem Durchschnittseinkommen2. Auch die bei den Frauen wesentlich häufiger auftretenden Teilzeitbe¬ schäftigungsverhältnisse (1979 standen 9,3 Prozent der Frauen, aber nur 0,7 Prozent der Männer in einem Arbeitsverhältnis von weniger als 24 Stunden/Woche; 18,7 Prozent der Frauen und 1,6 Prozent der Männer hatten eine Normalarbeitszeit von weniger als 36 Stunden/Woche) kön¬ nen nur die besonders hohen Einkommensunterschiede zwischen den untersten Dezilen der Männer- und Frauenlohnpyramide erklären. Denn auch wenn das Datenmaterial eine Aussonderung aller Teilzeitbe¬ schäftigten zuließe, würden sich die Lohnrelationen im mittleren und oberen Bereich nur geringfügig zugunsten der Frauen verbessern3. Langfristig betrachtet besitzt die 50-Prozent-Regel schon seit rund einem Vierteljahrhundert Gültigkeit. In diesem Zeitraum hat sich die relative Stellung der weiblichen zur männlichen Lohnpyramide (von leichten Schwankungen abgesehen) nicht verändert. So betrug 1957 das 80

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