Full text: Wirtschaft und Gesellschaft - 1990 Heft 3 (3)

welche für den Monat Juli 1987 zum letzten Mal ersteilt wurde. Die neue 
Einkommensstatistik ist mit der Lohnstufenstatistik nicht vergleich­
bar. Die neue Datei ist der Vorgängerin sowohl in bezug auf die Qualität 
als auch auf den Erfassungsgrad überlegen. 
Im folgenden werden die wichtigsten Charakteristika der neuen 
Einkommensstatistik kurz beschrieben1 :  
1 .  Die Statistik ist - im Unterschied zur Vorläuferin, welche sich auf 
Beschäftigungsverhältnisse bezog - personenbezogen, d. h. ist eine 
Person innerhalb eines bestimmten Jahres bei zwei oder mehreren 
Dienstgebern beschäftigt, so werden diese Einkommen zusammenge­
faßt und der betreffenden Person zugeordnet. 
2. Der erfaßte Personenkreis besteht aus Arbeitern und Angestellten, 
Vertragsbediensteten im öffentlichen Dienst sowie gewissen selb­
ständig erwerbstätigen Personen, die den Dienstnehmern gleichge­
stellt sind. Nicht erfaßt werden pragmatisierte Dienstnehmer des 
Bundes, der Länder und Gemeinden, Lehrlinge sowie Dienstnehmer, 
die geringfügig beschäftigt sind. 
3. Die erfaßten Personen werden den 25 Wirtschaftsklassen der "Grund­
systematik der Wirtschaftstätigkeit" gemäß der Zugehörigkeit der 
Betriebe zugeordnet (Übersicht 1). Ist eine Person während des 
Auswertungsjahres in mehreren Wirtschaftsklassen beschäftigt, so 
wird sie in all diesen Wirtschaftsklassen mit dem jeweils erzielten 
Einkommen und den Beschäftigungstagen erfaßt. Bei der Auswer­
tung für die Gesamtwirtschaft wird diese Person jedoch mit dem 
gesamten Einkommen und der gesamten Anzahl der Beschäftigungs­
tage berücksichtigt. Daher ist die Summe der in den einzelnen 
Wirtschaftsklassen erfaßten Personen höher als diejenige in der 
Auswertung über alle Wirtschaftsklassen. 
Wie aus der Gegenüberstellung in Übersicht 1 hervorgeht, ist die Zahl 
der Beschäftigten, die von der Einkommensstatistik erfaßt werden, in 
fast allen Wirtschaftsklassen höher als die jeweilige durchschnittliche 
Beschäftigtenzahl im Jahr 1988. Dies ist nicht weiter verwunderlich: 
die Gesamtzahl der innerhalb dieses Kalenderjahres temporär oder 
ganzjährig pensionsversicherungspflichtigen Beschäftigten ist höher 
als der entsprechende Durchschnitts bestand. Die Ausnahmen bilden 
die drei Wirtschaftsklassen Verkehrswesen, Unterrichtswesen sowie 
Einrichtungen der Gebietskörperschaften mit wesentlichen Anteilen 
pragmatisierter Dienstnehmer, die zu dem von der Einkommensstati­
stik nicht erfaßten Personenkreis zählen. 
4. Bei der Ermittlung der Versicherungstage (Beschäftigungstage) wer­
den alle Kalendertage einer pensionsversicherungspflichtigen 
Beschäftigung berücksichtigt. Entsprechend den pensionsversiche­
rungsrechtlichen Bestimmungen werden volle Kalendermonate 
jeweils mit 30 Tagen gezählt. Eine Person kann daher in einem 
Kalenderjahr maximal 360 Beschäftigungstage aufweisen. 
5. In der neuen Statistik werden die Einkommen der Versicherten nicht 
mehr in Lohnstufen eingereiht. Ausgewiesen werden stattdessen 
Dezile und Quartile der nach der Höhe geordneten Reihe der Monats-
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