Full text: Wirtschaft und Gesellschaft - 2002 Heft 3 (3)

28. Jahrgang (2002), Heft 3 Wirtschaft und Gesellschaft sungen pro Einwohner flossen nach Niederösterreich (55 €/EW), gefolgt von Kärnten und der Steiermark. Nach Vorarlberg flossen d ie geringsten Mittel (7 €/EW) im Rahmen des sekundären Finanzausgleichs. Länder­ weise N iveauunterschiede waren auch durch uneinheitliche Regelungen bezügl ich der Landesumlage bedingt. ).- Mit Aus n a h me der Steiermark u n d Vorarl berg waren die Netto­ Transferzahlungen des tertiären Finanzausgleichs auch länderweise negativ. U nterschiedliche rechtliche und organ isatorische Rahmenbedin­ gungen in den Ländern bewirkten starke Unterschiede: Den Gemeinden Kärntens wurden mit -270 €/EW die meisten Finanzmittel entzogen. Die Gemeinden Vorarlbergs erhielten im Durchschnitt 32 €/EW; Vorarlberg war damit trotz hoher eigener Abgaben in Summe das B undesland mit dem d ritthöchsten Aufstocku ngseffekt 3. ).- Entwicklungsschwache und strukturschwache Problemgebiete erzielten nur ein geringes Ausmaß an eigenen Abgaben und erh ielten auch pro Einwohner die geringsten Ertragsanteile an den gemeinschaftl ichen Bundesabgaben (wegen verg leichbarer Gemeindegrößen in diesen Problemgebieten). Der Aufstockungseffekt 1 war in diesen beiden Re­ g ionstypen dennoch am größten. Der geringste Aufstockungseffekt 1 war für die Gemeinden in Nicht-Problemgebieten mit Fremdenverkehr zu registrieren , da diese im Vergleich zu anderen Gemeinden erheblich höhere eigene Abgaben einheben konnten. ).- Die Netto-Transferzahlungen des sekundären Finanzausgleichs waren im Durchschnitt in Gemeinden aller Regionstypen positiv. Pro Einwohner flossen mit 76 € und 52 € die meisten Netto-Transferzahlungen in Problemgebiete, wodu rch die Aufstockungseffekte 2 dort besonders hoch waren. l n entwicklungsschwachen Problemgebieten betrug dieser durchschn ittlich sogar 2 1 7 Prozent. Der geringste Aufstockungseffekt 2 war wiederum für die Gemeinden in Nicht-Problemgebieten mit Frem­ denverkehr festzustellen . ).- Die Transferzahlungen des tertiären Finanzausgleichs waren in Gemein­ den sämtlicher Regionstypen im Durchschnitt negativ (-59 bis -1 26 €/ EW), am schwächsten betroffen waren davon Problemgebiete. ln Sum­ me war der Aufstockungseffekt 3 in Problemgebieten am bedeutends­ ten, am niedrigsten (8 1 %) war er in N icht-Problemgebieten mit Fremden­ verkehr. 6.2 Umverteilungseffekte des primären, sekundären und tertiären FA im Jahr 1999 Um die Verteilung von Finanzmitteln auf "arme" und "reiche" Gemeinden zu untersuchen, wurden die Verteilungseffekte des Finanzausgleichs auch nach Finanzkraft-Qui ntilen und -Dezilen (gemessen an den eigenen Ab­ gaben ) ausgewertet. Dabei kommen erhebliche Differenzen in den Einnah­ men aus eigenen Abgaben zu Tage: Das reichste Fünftel der Österreichi­ schen Gemeinden hob im Jahr 1 999 pro Einwoh ner d u rchschn ittlich 5, 7 377

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