Full text: Wirtschaft und Gesellschaft - 2004 Heft 1 (1)

30. Jahrgang (2004), Heft 1 Wirtschaft und Gesellschaft 
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Zusammenfassung 
Die mittel- und osteuropäischen Beitrittsländer haben sich in den letzten zehn Jahren zu 
einer attraktiven Zielregion für ausländische Direktinvestitionen (ADI) entwickelt. Unge­
achtet der ungleichen regionalen Verteilung so wie der umstrittenen Wirkungen der ADI 
auf die Zielländer (Herausbildung dualer Strukturen in den Wirtschaften der MOEL, re­
gionale Disparitäten, unzureichende Spi//over-Effekte und negative Impulse auf die Leis­
tungsbi lanzen durch zunehmende Importe) besitzen die ADI ein enormes Potenzial, um 
die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in den Beitrittsstaaten zu erhö­
hen. Ein herausragendes Praxisbeispiel liefert in diesem Zusammenhang das Investment 
des Volkswagenkonzerns in Tschechien, was dazu führte, dass sich Skoda Auto a.s. zu 
einem vollwertigen Teilunternehmen eines global operierenden Automobilkonzerns ent­
wickelt hat. 
Die erzielbaren Effekte von ADI hängen von zahlreichen Einflussfaktoren ab, darunter vor 
allem auch von den konkreten Formen (Akquisition, Fusion, Neugründung, Joint Venture), 
in denen die ADI realisiert werden. Es wird in künftigen Untersuchungen darauf ankom­
men, noch differenzierter den Einfluss regionaler Aspekte (z. B. Cluster-Bildungen) sowie 
unterschiedlicher Motive ( marktorientierte oder effizienzorientierte ADI) und Formen (Neu­
gründung oder F&Ü) auf die unmittelbaren Investitionseffekte zu untersuchen. 
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