Full text: Wirtschaft und Gesellschaft - 2005 Heft 1 (1)

Wirtschaft und Gesellschaft 3 1 .  Jahrgang (2005), Heft 1 
Wie eine weitere Sensitivitätsanalyse zeigt, sind mit der Windkraftnut­
zung erst bei einem derzeit unrealistisch hohen Preis für Emissionszerti­
fikate von 20 €/t C02 - über die gesamte Nutzungsdauer von zwanzig Jah­
ren gerechnet - positive volkswirtschaftliche Effekte verbunden.  Um den 
hohen Einkommensentzugseffekt der Photovoltaikförderung zu kompen­
sieren, müsste der C02-Preis auf über 400 €/t C02 klettern. 
4. Die Kosten der Ökostromförderung 
Gemäß Ökostromgesetz sind bis 2008 zumindest 9% des gesamten 
Stromverbrauchs in Österreich durch die Erzeugung in Kleinwasserkraft­
anlagen (< 1 0  MW) und 4% aus weiteren Ökostromanlagen (überwie­
gend Windkraft und Biomasse) zu decken. Um diese quantitativen Vorga­
ben zu erreichen, erhalten die Erzeuger von Ökostrom über dem Markt­
preis l iegende Einspeisevergütungen. Im Jahr 2003 trugen Kleinwasser­
kraftanlagen 6,73% zum gesamten Stromverbrauch von 50.004 GWh16 
bei; der Anteil des sonstigen Ökostroms belief sich auf 1 ,  1 6%.  Für 2004 
wird ein Anstieg des Stromverbrauchs um 1 ,6% auf 50.800 GWh prog­
nostiziert. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über d ie dann zu er­
wartenden Einspeisemengen und Vergütungen der einzelnen Technolo­
gien. 17 
Tabelle 4: Prognose der Ökostromeinspeisemengen und Ver­
gütungen in Österreich im Jahr 2004 
Technologie Einspeise- Durchschnitts- Einspeise- Subvention2) 
menge vergütung vergütung [Mio. €] 
[GWh] [CenUkWh] netto [Mio. €] 
Kleinwasserkraft 4.029 4 , 50 1 8 1 , 3 60,4 
Windkraft 1 . 050 7 , 75 8 1 ,4 49,9 
Biomasse 250 1 0 ,50 26,3 1 8,8 
Photovoltaik 1 5  58,50 8,8 8,3 
Sonstige') 90 6,20 5,6 2 , 9  
Gesamt 5.434 5 , 58 303,3 1 40,3 
Gesamt ohne KWKW 1 .405 8 , 68 1 22,0 79,9 
1) Geothermie, Klär- und Deponiegas 
2) Einspeisetarif je kWh abzüglich Marktpreis, multipliziert mit der Einspeisemenge 
Die in Tabelle 4 ausgewiesenen Werte für die Einspeisevergütung stel­
len nicht den Förderbeitrag, d. h. die Kostenbelastung der Endverbraucher, 
dar. Zu den angegebenen Werten sind noch Zuschläge für Ausgleichs-
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