Full text: Ausdehnung der Parkraumbewirtschaftung in Wien (2)

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mit Zeitverlusten verbunden sind und die Vorteile des MIV aufwerten, besonders 
wenn das Fahrziel in Wien nicht direkt (ohne Umsteigen) erreichbar ist. 
 
Zusätzlich zu den angeführten Auswirkungen für PendlerInnen ist am Rande darauf hinzuwei-
sen, dass auch die BewohnerInnen der betroffenen Gebiete durch eine Ausweitung der Bewirt-
schaftung mit den Kosten für ein Parkpickerl zusätzlich belastet würden. Im Gegenzug würde 
das Parkplatzangebot in Zonen, die weiterhin unbewirtschaftet bleiben, durch Ausweichen auf 
diese Stellplätze deutlich reduziert. Nicht zuletzt wäre davon auch die lokale Wirtschaft betrof-
fen, da der Wettbewerbsvorteil von Einkaufszentren und Märkten mit eigenem Kundenparkplatz 
weiter steigen würde. 
 
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass eine Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung ohne 
geeignete flankierende Maßnahmen zu einem Kostenschub für PendlerInnen (aber auch für 
AnwohnerInnen) führen würde. Daher sollte im Falle einer Umsetzung der diskutierten Pläne 
jedenfalls eine ausreichende soziale Abfederung überlegt werden. Darüber hinaus ist die ver-
kehrliche Wirkung der geplanten Maßnahmen in Frage zu stellen, weil insbesondere die punk-
tuelle Bewirtschaftung mit hoher Wahrscheinlichkeit in erster Linie zu einem Ausweichen auf 
nicht bewirtschaftete Gebiete führen würde. 
 
4.2 Empfehlungen 
Auf Basis der durchgeführten Auswertungen und der daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen 
sowie unter Berücksichtigung von Best-Practice-Beispielen werden im Folgenden konkrete 
Empfehlungen, die aus fachlicher Sicht zur Abfederung von negativen Auswirkungen auf Pend-
lerInnen geeignet scheinen, angeführt. Die herangezogenen Best-Practice-Beispiele aus den 
Städten München und Hamburg (mit Wien vergleichbare Größe), Zürich (Beispiel aus der 
Schweiz), Linz und Salzburg (österreichische Beispiele) sind im Anhang zusammengefasst. 
? Attraktivierung des ÖV, insbesondere im Umland von Wien 
Ein qualitativ hochwertiges und attraktives Angebot im öffentlichen Verkehr ist die  we-
sentliche Voraussetzung zur Verlagerung von Pendlerfahrten vom MIV zum ÖV und 
damit auch zur Entschärfung von Parkplatzproblemen. Viele  
PendlerInnen sind bereit, vom Pkw auf den ÖV umzusteigen, wenn ein entsprechendes, 
adäquates Angebot gewährleistet ist.  Da der derzeit gültige Verkehrsdienstevertrag 
zwischen der Stadt Wien und den ÖBB mit Dezember 2012 ausläuft, und zur Zeit der 
Vertrag für 2012 bis 2017 in Verhandlung ist, eröffnet sich eine große Chance, im Rah-
men dieser Verhandlungen die notwendigen Schritte zu setzen und die Basis für eine
        

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