Full text: Psychische Belastungen der Arbeit und ihre Folgen

Psychische Belastungen der Arbeit und ihre Folgen  
 
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Wirtschaftssektor einen klaren Zusammenhang mit der Wahrscheinlichkeit eines Krankenstands in der 
Vorwoche aufweisen. Personen mit einer doppelten Belastung hatten eine gegenüber den 
unbelasteten Beschäftigten um fast zweieinhalb Mal höhere Wahrscheinlichkeit, krank gewesen zu 
sein. Bei den Beschäftigten mit nur körperlichen Belastungen war das Risiko knapp doppelt so hoch, 
während die Risk Ratio von Personen mit nur psychischen Belastungen etwas geringer aber dennoch 
signifikant ist (76%). Von den anderen Merkmalen zeigt im Wesentlichen nur das Alter einen Einfluss 
auf die Krankenstandswahrscheinlichkeit: Die 50- bis 54-Jährigen und die 55- bis 59-Jährigen hatten 
mit relativen Risiken von 3,6 und 3 eine um ein Vielfaches höhere Krankenstandswahrscheinlichkeit als 
die 15- bis 19-Jährigen. 
Übersicht 4.5: Wahrscheinlichkeit eines Krankenstands 
Abhängige Variable: Krankheitsbedingt in der Referenzwoche weniger als Normalarbeitszeit gearbeitet 
 Insgesamt 
Predictor Risk Ratio [95% Conf. Interval] 
Geschlecht    
Männer 1,226 0,931 1,612 
    
Altersgruppen (Ref.: 15-19)    
20-24 0,781 0,278 2,160 
25-29 1,450 0,594 3,458 
30-34 1,696 0,720 3,895 
35-39 2,185 0,970 4,780 
40-44 1,614 0,699 3,640 
45-49 2,130 0,941 4,682 
50-54 3,619 1,655 7,563 
55-59 3,036 1,323 6,675 
60-64 2,316 0,678 7,342 
    
Qualifikation (Ref:. Höchstens Pflichtschule)    
Lehre 0,885 0,629 1,242 
BMS 0,543 0,330 0,889 
Sekundär 0,612 0,374 0,999 
Tertiär 0,506 0,298 0,855 
    
Belastungen (Ref.: Keine Belastung)    
Doppelbelastung 2,422 1,750 3,335 
nur psychisch 1,763 1,188 2,603 
nur körperlich 1,977 1,409 2,760 
    
Wirtschaftssektor    
Industrie/ Gewerbe 0,598 0,237 1,491 
Dienstleistungen 0,672 0,270 1,654 
    
Beobachtungen  10.708  
Prob > Chi2  0,000  
Pseudo R2  0.041  
Quelle: WIFO-Berechnungen. Die Ergebnisse basieren auf einer logistischen Regression, die Odds-Ratios wurden anhand der von Zhang – Yu 
(1998) entwickelten Methodik und mithilfe des STATA Programms „Oddsrisk“ von J. M. Hilbe in Risk Ratios umgewandelt.
        

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