Full text: Psychische Belastungen der Arbeit und ihre Folgen

Psychische Belastungen der Arbeit und ihre Folgen  
 
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Bei den Frauen nehmen über 10% der in der Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung, der 
in der Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen und der im Grundstücks- und 
Wohnungswesen Beschäftigten Psychopharmaka. Bei den Männern liegen die Höchstwerte folgenden 
Wirtschaftszweigen: Gesundheits- und Sozialwesen, Wasserversorgung, Abwasser- und 
Abfallentsorgung sowie Öffentlichen Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung.  
Übersicht 4.13: Anteil der Frauen und Männer mit Verordnungen an Psychopharmaka in 
Oberösterreich in % der Beschäftigten, nach  Wirtschaftsabschnitten und Geschlecht, 2008 
0,0 2,0 4,0 6,0 8,0 10,0 12,0 14,0
Private Haushalte 
Gesundheits- und Sozialwesen
W sserversorgung Abwasser- und Abfallentsorgung
Öffentliche Verwaltung Verteidigung; Sozialversicherung
Kunst Unterhaltung und Erholung
Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen DL
Erbringung von sonstigen Dienstleistung
Erbringung von Finanz- und Versicherungsdiensleistungen
Erziehung und Unterricht
Grundstücks- und Wohnungswesen
Herstellung von Waren
Beherbergung und Gastronomie
Land- und Forstwirtschaft; Fischerei
Verkehr und Lagerei
Erbringung von freiber., technischen Dienstleistungen
Handel Instandhaltung und Reparatur von KFZ
Energieversorgung
Information und Kommunikation
Bau
Bergbau, Gewinnung von Steinen und Erden
Psychopharmaka Männer
Psychopharmaka Frauen
 
Quelle: HV-INDIDV, OOEGKK, WIFO-Berechnungen 
Für jene unselbständig beschäftigten Frauen und Männer mit Verordnungen von Psychopharmaka 
liegt der durchschnittliche Verbrauch zwischen 6 und 7 Packungen pro Jahr. Arbeiter haben mit 
durchschnittlich 7,1 Packungen den größten Psychopharmakaverbrauch, angestellte Männer 
bekommen durchschnittlich 6,3 Packungen und Arbeiterinnen 6,0 Packungen verschrieben. Hier 
drehen sich die geschlechtsspezifischen Unterschiede: Obwohl der Anteil der beschäftigten Männer 
mit Psychopharmakaverordnungen niedriger ist als bei den Frauen, ist ihr durchschnittlicher 
Verbrauch pro Kopf höher als bei Frauen. 
Insgesamt sind die Krankenstandsfälle aufgrund von psychiatrischen Krankheiten bei Frauen häufiger 
als bei Männern. Im Jahr entfielen von 100 Erkrankungsfällen bei Männern 1,5 Fälle auf psychiatrische 
Krankheiten, bei den Frauen hingegen durchschnittlich 2,8 Fälle; Krankheiten des Nervensystems 
zeigen ein ähnliches Bild (Leoni 2011).
        

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