Full text: Sicherungssysteme und Risikoverteilung bei Betriebspensionen (Tabellen)

- Sicherungssysteme und Risikoverteilung bei Betriebspensionen – Ländervergleich 
Mag. Gerald Klec  6/20 
Studie im Auftrag der AK-Wien 
 
Schutz bei Insolvenz 
des Arbeitgebers 
 
Bei Pensionsverpflichtungen, die aus den Unternehmen ausgelagert 
sind, ist das in der Vorsorgeeinrichtung angesammelte 
Pensionskapital von einer Insolvenz des Arbeitgebers grundsätzlich 
nicht betroffen. 
Für die Direktzusagen an „ältere“ Angestellte gibt es ein kollektives 
(Pflicht)Sicherungssystem, das die offenen Anwartschaften und 
Leistungsansprüche bei Insolvenz eines Arbeitgebers übernimmt. 
Die betroffenen Unternehmen müssen dafür Prämien an das 
Sicherungssystem entrichten. Alternativ dazu haben sie die 
Möglichkeit, die Finanzierung der Zusage aus dem Betrieb 
auszulagern und über eine Lebensversicherung kapitalgedeckt 
abzuwickeln.  
 
 
Entwicklungen / 
Probleme  
 
Im Jahr 2007 wurde eine umfassende Reform der Betriebspensionen 
für Angestellte beschlossen. Die ursprünglich gegebenen 
Leistungszusagen laufen - mit sehr langen Übergangsfristen – aus. 
Für Geburtsjahrgänge ab 1979 werden die bisher gegebenen 
Leistungszusagen durch Beitragszusagen ersetzt (zumindest 50 % 
der Beiträge müssen in „sichere“ Versicherungsprodukte gehen, die 
restlichen 50 % können je nach Wahl des Arbeitnehmers in ein 
klassisches oder in ein fondsgebundenes Versicherungsprodukt 
veranlagt werden). 
Mit dem Wechsel auf defined contribution auch bei den 
Angestellten - die Arbeiter hatten schon immer Beitragszusagen - 
werden die Arbeitgeber von der Tragung von Risiken entbunden 
(Kapitalmarktrisiko, Langlebigkeitsrisiko).
        

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