Full text: Gekauft und schon kaputt. Leben in einer Wegwerfgesellschaft?

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wie nun eine längere Haltbarkeit bei Produkten gewährleistet werden kann. Es ist offensichtlich, dass 
die VerbraucherInnen genug vom sogenannten Murks haben, das zeigt auch die hohe Resonanz 
der KonsumentInnen auf der Plattform Murks? Nein Danke!. Aber auch die Tatsache, dass 60 % der 
im Haushalt verwendeten Geräte nicht älter als fünf Jahre sind, sind ein eindeutiges Zeichen für 
hohen Verschleiß.
Auch aus dem Publikum meldeten sich Stimmen, die Erfahrungen mit verkürzter Produktlebensdauer 
machten. Ein großes Problem ist, dass auch interessierte VerbraucherInnen keine genauen Infor-
mationen über die Langlebigkeit bzw. die Materialien des Produktes beim Kauf bekommen. Es gibt 
einen großen Mangel an Transparenz in der (Verkaufs-)Beratung. Außerdem kamen Vorschläge, wie 
„geplante Obsoleszenz“ zukünftig reduziert werden kann:
n  Garantiezeit verlängern 
n  „Ökoabgabe“ für Hersteller 
n  Verkauf der Nutzung und nicht des Produktes 
n  Logo auf Produkten mit verschiedenen Angaben ( Baujahr, Energieeffizienz, Langlebigkeit, 
Reparierbarkeit)
n  Rohstoffe intelligenter nutzen 
Von mehreren Personen aus dem Publikum wurde ein Paradigmenwechsel vorgeschlagen: Die 
Hersteller sollen keine Produkte, sondern deren Nutzungsdauer verkaufen. Bei Waschmaschinen 
wären das z.B. Waschzyklen statt Waschmaschinen. Vorteile sind dabei, dass der Hersteller die ver-
einbarte Anzahl der Waschzyklen gewährleistet: wenn das Gerät vorher kaputt wird, wird es von 
ihm repariert oder ausgetauscht. Für VerbraucherInnen macht es keinen Unterschied, ob sie eine 
Waschmaschine besitzen oder nutzen.
        

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