Volltext: Die Qualität der Arbeit auf dem Prüfstand (15)

Ulrike Huemer und Helmut Mahringer ? Die Arbeitsmarktsituation in den EU-Staaten wird oft nur anhand einiger weniger Indikatoren beurteilt, insbesondere der Arbeitslosenquote. Diese bildet jedoch nur einen Aspekt der jeweiligen Arbeitsmarktperformanz ab ? Der von der AK Wien und dem WIFO entwickelte Arbeitsmarktmonitor zielt darauf ab, einen umfassenderen Blick auf das Arbeitsmarktgeschehen in der EU zu richten ? Der Arbeitsmarktmonitor besteht aus fünf Bereichsindizes, die mithilfe von 58 Indikatoren jeweils unterschiedliche Aspekte des Arbeitsmarktes beleuchten: – Allgemeine Leistungskraft des Arbeitsmarktes – Integrationsorientierung des Arbeitsmarktes – Zugangsgerechtigkeit und Verbleibchancen am Arbeitsmarkt – Verteilung der Erwerbseinkommen – Verteilungseffekte des Sozialstaats ? Der Arbeitsmarktmonitor ermöglicht so eine differenzierte vergleichen- de Betrachtung der Arbeitsmarktsituation und -entwicklung in den EU- Ländern ? Für Österreich weist der Arbeitsmarktmonitor insgesamt eine günstige Ge- samtentwicklung aus: Österreich liegt in vier von fünf Dimensionen über dem Durchschnitt der EU-Länder ? Dessen ungeachtet zeigt der österreichische Arbeitsmarkt aber einige hart- näckige Schwächen, wie: – Die vergleichsweise schlechte Beschäftigungsintegration von Menschen zwischen 55 und 64 Jahren – Die deutlich geringeren Beschäftigungsquoten von Frauen im Vergleich zu Männern – Die großen Unterschiede im Hinblick auf die Einkommen von Frauen und Männern (Gender Pay Gap) – Das mangelhafte Angebot an formaler Kinderbetreuung, v. a. für Kinder unter drei Jahren, erweist sich als schwerwiegendes Hemmnis für die Beschäftigung von Frauen – Die zu erwartende Zahl an gesunden Lebensjahren von Menschen ab 65 Jahren liegt in Österreich deutlich unter dem Durchschnitt

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