Full text: Der mittelfristige Bedarf an Mitteln der Wohnbauförderung unter Berücksichtigung der Bevölkerungsentwicklung und der Sanierung

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Hinsichtlich der thermischen Sanierungspotenziale von älteren Eigenheimen (etwa 70% 
der vor zumindest 25 Jahren errichteten Eigenheime wurden ab 1945 errichtet, somit 
rund 700.000 Einheiten) wurde im Rahmen einer FGW-Studie ein realistisches Potenzial 
von jährlich 3% des Bestandes eingeschätzt.5  
 
Abbildung 6: Wohnungsmarktsegmente nach Baualter  
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100%
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1991 bis 2001
1981 bis 1990
1961 bis 1980
1945 bis 1960
1919 bis 1944
vor 1919
 
Quelle: St.at GWZ 2001, FGW 
Prinzipiell ist davon auszugehen, dass für eine massive Forcierung umfassender (ther-
misch-energetischer) Sanierungen im Sinne der jüngsten politischen Zielsetzungen 
(thermische Sanierung sämtlicher zwischen 1950 und 1980 errichteter Wohngebäude bis 
2020 gemäß aktuellem Regierungsprogramm, Steigerung der thermischen Sanierungsra-
te bis 2012 auf jährlich 3%, längerfristig auf 5% pro Jahr gemäß Klimastrategie 2007) 
jedenfalls zusätzliche Förderungsmittel bereit zu stellen sind (vgl. dazu die Ausführungen 
in Kapitel 4.3.2), wobei im Zuge von entsprechenden Förderungsaktivitäten auf eine so-
zialpolitisch ausgewogene Mittelverwendung zu achten wäre.  
 
                                            
5  W. Amann, S. Bauernfeind, K. Bruckner, E. Deutsch et al. Förderungsmodell als Masseneffekt zur Errei-
chung der Kyoto-Ziele. Wien: FGW, 2002. Die Abschätzung stützte sich auf Daten zu Sanierungsaktivi-
täten während der achtziger und neunziger Jahre sowie eine projektbezogen durchgeführte empirische 
Erhebung. Gestützt wurde die Abschätzung insbesondere auf die Annahme, dass es durch Schaffung 
attraktiver Fördermodelle gelingen müsste, die schon heute weitgehend vorhandene Bereitschaft von 
Eigentümern älterer Eigenheime zur Durchführung von Einzelmaßnahmen teilweise in Richtung umfas-
sender Sanierungsmaßnahmen umzulenken.
        

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