Full text: Der mittelfristige Bedarf an Mitteln der Wohnbauförderung unter Berücksichtigung der Bevölkerungsentwicklung und der Sanierung

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Der Geschoßwohnungs-Neubau beansprucht im Schnitt der letzten 10 Jahre ca. 45 % 
der Förderungsausgaben, der Eigenheim-Neubau ca. 25 %, beides allerdings mit leicht 
sinkender Tendenz. Bei der Anzahl der Förderungseinheiten ist das Übergewicht des 
Geschoßwohnbaus geringer (ca. 60:40), da Mietwohnungen stärker als Eigentumswoh-
nungen und Eigenheime aus direkten Wohnbauförderungsmitteln gefördert werden. Ei-
genheime profitieren jedoch stärker von der indirekten Bausparkassenförderung und 
Wohnbaudarlehensförderung. Für die objektbezogene Sanierungsförderung wurden 2005 
rund 24% der Förderungsausgaben aufgewendet, in die Subjektförderung (va. Wohnbei-
hilfe) fließen im Neubau ca. 7 % und nur ca. 1 % in der Sanierung.  
In die Sanierung fließen also nach wie vor, ungeachtet der Bemühungen um die Errei-
chung der Kyoto-Ziele, nicht mehr Mittel aus der Wohnbauförderung als seit vielen Jah-
ren zuvor. 
 
4.1.3 „Soll und Haben“ der Wohnbauförderung 
Die aushaftenden Darlehen als wichtiges „Asset“ für die zukünftige Finanzierungskraft der 
Länder sanken durch diverse Transaktionen (Rückzahlungsbegünstigungen, Darlehens-
verkäufe) wesentlich von 22,35 Milliarden Euro im Jahr 1999 auf nur mehr 13,96 Milliar-
den Euro im Jahr 2002 und stiegen 2005 wieder auf einen Wert von 15,63 Millarden Eu-
ro. 
Dem stehen Zahlungsverpflichtungen für zugesicherte Annuitätenzuschuss-Förderungen 
gegenüber, die bis 2002 ein deutlich steigendes Niveau bis 7,2 Millarden Euro erreichten. 
Das ist ein annähernd dreifaches Jahresbudget der gesamten Wohnbauförderung. Im-
merhin konnten die Zahlungsverpflichtungen aus laufenden Zuschussförderungen bis 
2005 um 1 Milliarde Euro auf rund 6,2 Milliarden Euro reduziert werden.  
Mit den Zahlungsverpflichtungen für Annuitätenzuschüsse sind die finanziellen Spielräu-
me der Länder hinsichtlich der Neuvergabe von Förderungen deutlich eingeschränkt. 
Dies trifft vor allem diejenigen Länder, die schon seit längerem überwiegend auf dieses 
Instrument aufbauen (z.B. Niederösterreich, Steiermark) oder erst kürzlich ihr Förde-
rungssystem umgestalteten (z.B. Salzburg).
        

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