Full text: Wohnkostenbelastung junger ArbeitnehmerInnen in Wien

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8. Beurteilung der Mietkosten 
Ein Drittel der jungen Arbeitnehmer/innen, die in den letzten Jahren 
in eine Mietwohnung gezogen sind, hält die eigenen Mietkosten für (zu) 
hoch bzw. teuer. Von einer sehr günstigen Miete spricht nur eine kleine 
Minderheit; rund die Hälfte erachtet die Kosten für eher günstig. Dabei 
ist aber zu bedenken, dass diese Einschätzung natürlich in Relation zur 
derzeitigen Preislage zu sehen ist. Angesichts der weiter gestiegenen 
Mietpreise bei einem Neueinzug ist man mit der derzeitigen Kostenhöhe 
eher zufrieden.  
 
Für 6 von 10 der Befragten war es eher bis sehr schwierig, eine Woh-
nung zu finden, wobei 87% von ihnen bestätigten, dass das Hauptprob-
lem bei der Wohnungssuche die zu hohen Mietpreise waren. Kommen 
viele Wohnungen wegen der zu hohen Mieten nicht in Frage, erscheint 
die dann endlich gefundene weniger teure Wohnung in Relation zum 
nicht leistbaren Angebot „eher günstig“. Eine solche Einschätzung wurde 
sogar dann abgegeben, wenn man sich wegen der konkreten, immer 
noch hohen Mietbelastung doch einschränken muss (was bei mehr als 
zwei Drittel der Befragten der Fall ist – siehe 11). 
 
Bei der entsprechenden Einschätzung gibt es große Unterschiede zwi-
schen dem öffentlichen und privaten Wohnsegment. Im privaten Wohn-
sektor werden die Mieten gegenüber dem öffentlichen Sektor zu deut-
lich höheren Anteilen als teuer bezeichnet (41 % versus 28 %). Dies gilt 
in besonderem Maße für die private Hauptmiete von Wohnungen, die 
nach 1945 errichtet worden sind („eher“ bzw. „sehr teuer“: 50 %). 
 
 
Frage: Wie schätzen Sie die Mietkosten für Ihre Wohnung ein? (in Prozent)
14
16
11
52
56
47
27
24
31
7
4
10
0 20 40 60 80 100
Gesamt
SEGMENT
öffe tlich s Segment
privates Segment
als sehr günstig als eher günstig als eher teuer als sehr teuer
        

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