Full text: Wohnkostenbelastung junger ArbeitnehmerInnen in Wien

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I. Die Hauptergebnisse in Kurzform 
? Rund sechs von zehn Befragten haben innerhalb der letzten 5 Jahre 
eine Wohnung im geförderten Mietwohnungssektor bezogen, die 
übrigen sind in eine private Hauptmietwohnung eingezogen. Inner-
halb dieses Zeitraumes bildet sich ein starker Rückgang beim Bezug 
einer geförderten Wohnung ab. Waren es im Jahr 2009 noch rund 
zwei Drittel der jungen Arbeitnehmer/innen, die eine Wohnung im 
öffentlichen Wohnsektor bekommen haben, so belief sich der ent-
sprechende Anteil in den letzten beiden Jahren auf nur noch rund die 
Hälfte. Dies weist stark auf eine zunehmende Wohnungsknappheit 
vor allem im geförderten Mietsektor hin. 
 
? Nicht alle, die in eine private Altbauwohnung gezogen sind, wissen 
darüber Bescheid, dass es gesetzliche Mietobergrenzen gibt. Ein Drit-
tel dieser Wohnungsbezieher gab an, dies nicht gewusst zu haben. 
Von jenen, die ihre Wohnung über einen Makler bekommen haben, 
sagten 82 Prozent, dass dieser sie darüber auch nicht informiert hat. 
 
? Darüber, dass man die Korrektheit der Höhe von Altbaumieten durch 
die Schlichtungsstelle der MA 50 überprüfen lassen kann, war jede/r 
Zweite  der in dieses Mietsegment Gezogenen nicht informiert. 
 
? Nur rund ein Fünftel der betreffenden Personengruppe hat vor, dieses 
Kontrollservice in Anspruch zu nehmen. Knapp ein Viertel kann sich 
vorstellen, dies einmal zu machen. Jede/r zweite Befragte schließt das 
für sich aus. Lediglich 4 Prozent haben eine solche Kontrolle schon 
machen lassen. 
 
? Große Unterschiede gibt es hier zwischen jenen, die eine unbefristete 
oder eine befristete Mietwohnung haben. 63 Prozent der in einer 
befristeten Mietwohnung sagten, dass sie ihre Miethöhe sicher nicht 
überprüfen werden lassen (bei unbefristeten Wohnungen trifft dies 
auf nur 38 Prozent zu). Offenkundig scheuen viele Mieter einer be-
fristeten Mietwohnung einen solchen Schritt, weil sie Angst haben 
müssen, dass ihr Mietvertrag dann nicht mehr verlängert wird. 
 
? Rund die Hälfte der Arbeitnehmer/innen, die in den letzten 5 Jahren 
in eine nicht geförderte Hauptmietwohnung gezogen sind, hat nur ei-
nen befristeten Mietvertrag bekommen. Bei jenen Wohnhäusern, die 
nach 1945 erbaut worden sind, ist der entsprechend Anteil über-
durchschnittlich hoch (60 %). Im Schnitt sind die Mietwohnungen auf 
5 Jahre befristet.
        

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