Full text: Beschäftigungssituation von Wiener ArbeitnehmerInnen mit Migrationshintergrund (6)

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Ausgabe 6/2012 
 
 
Quelle:L&R Datafile „MigrantInnen am AM in Wien“, 2010; n=1983 (exkl. Lehrlinge), n miss=126; L&R Datafile 
„MigrantInnen am AM in Wien“, 2011; n = 305, n miss=10; MH=Migrationshintergrund 
 
Rund zwei Drittel (68 %) der MigrantInnen haben ihre Ausbildung in einem anderen Land 
absolviert. Von den Personen mit ausländischen Bildungsabschlüssen beantragen 17 % die 
formale Anerkennung (Nostrifikation) ihrer Ausbildungen. Besonders häufig trifft das auf 
Frauen aus dem arabischen Raum (20 %) und aus dem sonstigen Asien (28 %) zu.  
 
Die größten Erwartungen werden dabei in die Möglichkeit, den erlernten Beruf auch 
tatsächlich ausüben zu können, gesetzt. Im Vergleich zu den Migranten (51 %) ist für Frauen 
mit Migrationshintergrund die Motivation ihren Arbeitsplatz mit einer Nostrifikation 
abzusichern (77 %), von größerer Bedeutung. Aber auch mehr Kompetenzen und 
Verantwortung bei der Arbeit wie auch bessere Aufstiegschancen und Verbesserung der 
Einkommenssituation versprechen sich Migrantinnen häufiger als Migranten von der 
formalen Anerkennung ihrer ausländischen Abschlüsse.  
 
Diese formale Anerkennung der Abschlüsse ändert jedoch nur bedingt etwas an der 
Beschäftigungssituation der MigrantInnen. Nur die Hälfte der Personen gibt an, danach auch 
tatsächlich im erlernten Beruf zu arbeiten. 
 
Beschäftigung und Erwerbseinkommen  
Die berufliche Positionierung spiegelt sich vor allem in dem erzielten persönlichen 
Erwerbseinkommen wieder. Untenstehendes Diagramm veranschaulicht eine Analyse der 
monatlichen Netto-Erwerbseinkommen für Vollzeitbeschäftigte und verweist auf eher geringe 
Einkommen von MigrantInnen im Vergleich zur Referenzgruppe, der Personen ohne 
Migrationshintergrund. Deutliche Einkommensunterschiede zeigen sich sowohl nach 
Herkunftsgruppen als auch zwischen den Geschlechtern.
        

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