Full text: Beschäftigungssituation von Wiener ArbeitnehmerInnen mit Migrationshintergrund (6)

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Ausgabe 6/2012 
Zu Definition und Datenlage 
Diese Ausgabe von Sozial- und Wirtschaftsstatistik Aktuell basiert auf einer AK-Studie 
„Beschäftigungssituation Personen mit Migrationshintergrund in Wien“ (L&R 
Sozialforschung, 07/2011; präsentiert Jänner 2012). 
 
Für die Studie „Beschäftigungssituation von Personen mit Migrationshintergrund in Wien“ 
wurden 2.001 telefonische Interviews mit in Wien unselbständig beschäftigten Frauen und 
Männer mit Migrationshintergrund und mit 305 Nicht-MigrantInnen als Vergleichsgruppe 
geführt.  
 
Ergänzend wurden 126 persönliche Interviews mit Angehörigen ethnischer Minderheiten 
durchgeführt. Die Studie bildet ein differenziertes Bild der Situation von MigrantInnen in Wien 
ab, aufgeschlüsselt nach 11 Herkunftsregionen (Ehem. Jugoslawien/Albanien, Türkei, EU-
NMS, Deutschland, Arabischer Raum, Sonstiges Asien, Philippinen, Sonstiges Europa, 
China, Afrika und Iran), der Altersstruktur, nach dem Geschlecht oder unterschiedlichen 
Bildungsniveaus.  
 
Link zur Studie: 
http://wien.arbeiterkammer.at/online/page.php?P=68&IP=65522&AD=0&REFP=7954  
 
 
 
Die Arbeiterkammer setzt sich ein für 
? eine zentrale Anlaufstelle für Anerkennung und Nostrifikation: für ausländische 
Abschlüsse aber auch für informelle Qualifikationen braucht es ein 
Zertifizierungssystem, das auch ergänzende Wege zu einem in Österreich 
anerkannten berufsqualifizierenden Abschluss aufzeigt. Das hilft MigrantInnen und 
Nicht-MigrantInnen! 
? die Entwicklung maßgeschneiderter „Integrationspakete“: Wer neu ins Land 
kommt, braucht neben einem Informationspaket über Österreich auch einen 
Qualifikations- und Eingliederungspfad in den Arbeitsmarkt!  
? den Ausbau von entsprechenden Weiterbildungsangeboten: sowohl das 
Bildungssystem, AMS und die Betriebe müssen Weiterbildungsaktivitäten für 
Personen mit ausländischen Wurzeln intensivieren. Berufsspezifische Sprachkurse 
sollten ähnlich wie in Skandinavien mit finanzieller Beteiligung der Arbeitgeber 
ausgebaut werden.  
? mehr Angebote für Frauen mit Migrationshintergrund: Damit Frauen 
Weiterbildungsangebote in Anspruch nehmen zu können bzw. um in den 
Arbeitsmarkt (wieder) eintreten zu können braucht es mehr Angebote ganztägiger 
Kinder- und Altenbetreuung.  
? die konsequente Umsetzung des Lohn- und Sozialdumpinggesetzes: 
Lohndumping betrifft uns alle, jene ArbeitnehmerInnen, die direkt davon betroffen 
sind, aber auch andere ArbeitnehmerInnen, deren Löhne damit zunehmend unter 
Druck geraten.
        

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