Full text: Lohnsteuer im Steigflug (10)

Lohnsteuer im Steigflug 3
steuer der Fall ist. Ein wesentlicher Grund für das starke 
Wachstum der Lohnsteuer ist die „Kalte Progression“. 
Die Gehälter steigen zwar laufend an, gewinnen wegen 
der Inflation real aber kaum an Wert um die Preiser-
höhungen auszugleichen, die Kaufkraft geht in weiterer 
Folge immer mehr verloren. Selbst wenn die Löhne nur 
im Ausmaß der Inflation erhöht werden, es also gar 
keinen Einkommenszuwachs gibt, steigt die Steuer-
belastung. Netto ergibt sich in diesem Fall ein reales 
Minus in Bezug auf das verfügbare Realeinkommen.
Ungleichgewicht
Ein vergleichsweise verhaltenes Wachstum zeigt die 
Körperschaftssteuer, die auf Unternehmensgewinne 
erhoben wird. Sie ist im Gegensatz zur Lohnsteuer nicht 
progressiv ausgestaltet, sondern wird mittels eines pau-
schalen Satzes von 25 % erhoben. Noch geringer sind 
die Einnahmen bei den vermögensbezogenen Steuern, 
die lediglich 1,3 % des Steueraufkommens betragen. 
Österreich bildet bei den Vermögenssteuern im inter-
nationalen Vergleich das Schlusslicht. Seit Jahren wird 
von der OECD und der EU-Kommission die Empfeh-
lung ausgesprochen, vermögensbezogene  Steuern 
WUSSTEN SIE, DASS DAS LOHNSTEUERAUFKOMMEN 
DAS AUFKOMMEN DER UMSATZSTEUER IM JAHR 2014 
ÜBERHOLEN WIRD?
?
2009 2010 2011 2012 2013 2014
Quelle: Statistik Austria, eigene Darstellung
Quelle: eigene Berechnung und Darstellung; GSS = Grenzsteuersatz
€
  Umsatzsteuer              Lohnsteuer
Abbildung 2: Entwicklung Umsatz- und Lohnsteueraufkommen 2009 - 2014
27
26
25
24
23
22
21
20
19
Mrd. Euro
Lohnsteuer 2014: 26,0 Mrd. Euro
Umsatzsteuer 2014: 25,6 Mrd. Euro
Beginn GSS 50%
Abbildung 3: Grenzabgabenverlauf ohne Sonderzahlungen
60%
50%
40%
30%
20%
10%
0
40
0
80
0 
1.
20
0
1.
60
0
2.
00
0
2.
40
0
2.
80
0
3.
20
0
3.
60
0
4.
00
0
4.
40
0
4.
80
0
5.
20
0
6.
60
0
6.
00
0
6.
40
0
6.
80
0
7.
20
0
7.
60
0
8.
00
0
Beginn  
SV Pflicht
Wegfall  
SV Pflicht
Beginn LSt Pflicht 
GSS 36,5 %
Beginn  
GSS 43,2 %
        

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