Full text: Perspektiven für sozialen Fortschritt (16)

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Tabelle 6: Merkmale der Erwerbstätigkeit von Frauen mit Kindern von 6 bis 10 Jahren
Jahr
Frauen mit 
Kindern 
insgesamt
davon 
 erwerbstätig
selbst-
ständig
unselbst ständig
Teilzeit-
quote
Vollzeit Teilzeit
2004 191.000 144.000 18.000 41.000 84.000 67,2 %
2007 178.000 133.000 18.000 34.000 82.000 70,7 %
2011 178.000 140.000 16.000 33.000 91.000 73,4 %
Quelle: Statistik Austria 2012. 
5.  VOLKSWIRTSCHAFTLICHER NUTZEN DER INVESTITIONEN IN DEN AUSBAU  
DER SCHULISCHEN TAGESBETREUUNG
Durch den Ausbau der schulischen Tagesbetreuung entstünden erhebliche Mehreinnahmen 
für den Staat. Eltern, vor allem Frauen, könnten sich durch die Ganztagsschule in der Regel 
für ein höheres Beschäftigungsausmaß entscheiden. Höhere Fraueneinkommen und der Ein-
satz des Fachpersonals an Ganztagsschulen bringen in der Folge ein zusätzliches Abgaben- 
und Steueraufkommen mit sich. 
5.1  Berechnungsgrundlagen im Detail – zugrunde gelegte Annahmen und 
Parameter
5.1.1 Baukosten
Nach der Prognose des Bildungsministeriums sollen beginnend mit 2014 jährlich 15.000 neue 
Betreuungsplätze geschaffen werden. Durch die Schaffung von 15.000 Betreuungsplätzen 
entstehen nach einer Studie im Auftrag der AK (vgl. Lachmayr 2005) Baukosten von rund 
30 Mio. Euro jährlich (in den Folgejahren werden die Baukosten dem Preisindex angepasst). 
Hinzu kommen etwa 5 % der Baukosten für die Instandhaltung der bereits bestehenden Ge-
bäude (1,5 Mio. Euro für 2014).
5.1.2 Direkte Beschäftigungseffekte: Personal- und Ausbildungskosten 
Bei 15.000 neuen Betreuungsplätzen entstehen etwa 1.000 neue Betreuungsgruppen in den 
Schulen. Unter der Annahme eines zusätzlichen Personalbedarfs von 0,5 Vollzeitäquivalenten 
(VZÄ) pro Gruppe (0,4 VZÄ Pädagoginnen/Pädagogen und 0,1 VZÄ Hilfskräfte) sowie unter 
der Annahme, dass diese Personen teilzeitbeschäftigt werden, ergibt sich ein direkter Be-
schäftigungseffekt von 1.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen. Als Einkommen wird ein Einstiegs-
gehalt von 2.250 Euro brutto/VZÄ herangezogen (in den Folgejahren werden bei den Perso-
nalkosten die allgemeine Preisentwicklung und reale Gehaltserhöhungen mitberücksichtigt! 
Durchschnittlich wird ein Anstieg von nominell 3,7 % pro Jahr unterstellt). Zu den Vollkosten 
(d. h. inklusive Dienstgeberbeiträgen) ergeben sich Personalkosten in Höhe von 15,9 Mio.
        

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