Full text: Wien wächst (12)

WIEN WÄCHST 
12 ARBEITERKAMMER WIEN 
schnitts (ca. 37% bzw. 24% der Haushalte). Der Anteil der Ein-Eltern-Haushalte entspricht ebenfalls 
dem Landesdurchschnitt (ca. 3% aller Haushalte) (Statistik Austria 2013b, 2014). 
 
In Tabelle 2 ist nun die Erwerbsbeteiligung von Wiener Eltern mit Kindern unter 15 Jahren für den 
Zeitraum zwischen 1995 und 2013 aufgeführt. In einigen der Haushaltskonstellationen beobachten 
wir nur geringe Wandlungstendenzen. Vor allem die Zunahme der Teilzeiterwerbstätigkeit von Frau-
en, wie sie bereits im Abschnitt 2 angesprochen wurde, erzeugt Veränderungen. So ging sowohl der 
Anteil der Paar-Haushalte mit männlichem Alleinverdiener als auch der Anteil an Paar-Haushalten 
mit zwei Vollzeitbeschäftigten zurück, während sich insbesondere der Anteil an Paar-Haushalten mit 
männlichen Vollzeit- und weiblichen Teilzeitbeschäftigten vergrößert hat.  
Haushaltserwerbsbeteiligung bei Eltern von Kindern unter 15 Jahren in Wien 1995 und 2013 
Jahr: 1995 2013 
Erwerbsbeteiligung % % 
Unbekannt 9 15 
Ein-Eltern-Haushalte   
Nicht erwerbstätig 7 4 
Teilzeit/geringfügig (1 bis 36 Wochenstunden) 2 4 
Vollzeit erwerbstätig (mehr als 36 Wochenstunden) 7 5 
Paar-Haushalte   
beide Vollzeit erwerbstätig 24 15 
Mann Vollzeit, Frau Teilzeit/geringfügig 11 25 
Mann Vollzeit, Frau nicht erwerbstätig 32 18 
Frau Vollzeit, Mann Teilzeit/geringfügig < 1 2 
Frau Vollzeit, Mann nicht erwerbstätig 2 1 
beide Teilzeit/geringfügig  < 1 2 
Mann Teilzeit/geringfügig, Frau nicht erwerbstätig 1 2 
Frau Teilzeit/geringfügig, Mann nicht erwerbstätig < 1 2 
beide nicht erwerbstätig 3 4 
n = 100 % 2.172 1.479 
Quelle: LIW (1995), SOWI II (2013); eigene Berechnungen, gewichtete Analysen, Angabe von gerundeten Werten, ein Test 
auf Unterschiede zwischen beiden Zeitpunkten ergibt p < 0,001. 
Damit zeigt sich für Wien sehr deutlich, dass der beruflichen Tätigkeit von Männern Vorrang gegen-
über den beruflichen Chancen von Frauen eingeräumt wird. Haushalte, in denen Frauen vollzeiter-
werbstätig sind und in denen Männer einer Teilzeittätigkeit nachgehen, existieren noch immer kaum. 
Dominant ist das Modell mit vollzeitbeschäftigten Männern und teilzeitbeschäftigten bzw. nicht er-
werbstätigen Frauen. Über 40% der Haushalte sind so organisiert. Dies korrespondiert mit einen 
starken Rückgang der Doppelernährerhaushalte mit Kindern (beide Eltern arbeiten Vollzeit) zwi-
        

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