Full text: Wien wächst (12)

WIEN WÄCHST 
ARBEITERKAMMER WIEN 75 
stehen. Hierbei wird für jede Schule ein Referenzwert errechnet, der anzeigt welche Leistung für 
Schulen mit ähnlichen strukturellen Rahmenbedingungen, d.h. im Wesentlichen der Zusammenset-
zung der Schülerschaft der Schule, erwartet werden kann. (Schreiner/Breit, 2013b, S.46). Im Ver-
gleich zwischen der von Schulen tatsächlich erbrachten Leistung mit der für ähnliche Schulen im 
Schnitt erreichten, kann sowohl erkannt werden, inwieweit die Leistungsmöglichkeit durch benach-
teiligte Zusammensetzung der Schülerschaft eingeschränkt ist, als auch inwieweit eine Schule rela-
tiv zur jeweiligen Situation positiv oder negativ abschneidet.  
In Abbildung 5 sieht man beides für die Mathematik-Testergebnisse der 4. Klassen der Wiener 
Volksschulen bildlich dargestellt. Für jede Schule (d.h. jeden Punkt) ist auf der horizontalen Achse 
der Wert aufgetragen, der für vergleichbare Schulen erwartet werden könnte. Auf der vertikalen 
Achse ist der tatsächlich erreichte Wert aufgetragen. Für Schulen vergleichbarer Rahmenbedingun-
gen, d.h. gleiche Lage auf der Horizontalen, finden sich erhebliche Streuungen in den tatsächlichen 
Leistungen. Die soziale Situation der Schule ist also nur ein Faktor für die erbrachten Leistungen: 
Aufgrund andere Unterschiede, z.B. in Lehre und Unterricht, können bei ähnlichen Rahmenvoraus-
setzungen aber immerhin bis zu 100 Punkten Leistungsunterschiede zwischen ähnlichen Schulen 
auftreten.  
Aktuelle Schulleistung und nach demographischer Komposition erwarteten Leistung 
Quelle: Schreiner/Breit 2014b. Eigene Darstellung. 
Um einen besseren Überblick über die Unterschiede in der sozialen Zusammensetzung der Schüle-
rInnen eines Schulstandorts zu bekommen, ist es hilfreich, Kategorien zu bilden. In der untenste-
hende Abbildung sind die Prozentanteile für vier Kategorien der sozialen Benachteiligung ersichtlich 
und zwar basoeremd auf den Werten der vierten Schulstufe (Volksschule) und der achten Schulstu-
        

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