Full text: Die Antrittswahrscheinlichkeit zur Lehrabschlussprüfung

Situation von Wiener Lehrlingen im letzten Ausbildungsjahr 
öibf 15 
Ein Mittelwertvergleich (Abbildung 4) zeigt, dass diejenigen Lehrlinge, die ange-
ben, über höhere Kompetenzen als gefordert zu verfügen, auch ihren Vorberei-
tungsgrad für die LAP durchschnittlich höher einschätzen. Lehrlinge, die noch 
zusätzliche Vorbereitung auf die LAP brauchen, haben durchschnittlich einen 
deutlich niedrigeren subjektiven Vorbereitungsgrad. Beachtenswert ist, dass Lehr-
linge in Wien, die angeben, die LAP Anforderungen nicht zu kennen, sich beson-
ders schlecht auf die LAP vorbereitet fühlen. 
Ergänzend dazu zeigt sich, dass die LAP bei den Lehrlingen das Image hat, eine 
schwere Prüfung zu sein. Deutlich mehr als die Hälfte geben an, dass die Prüfung 
zwar schwer, aber mit guter Vorbereitung zu meistern sei. Mehr als ein Zehntel 
betrachten die LAP als eine große Herausforderung mit hohem Schwierigkeits-
grad. Nur etwas mehr als ein Fünftel glaubt, dass diese Prüfung eher einfach zu 
bewältigen ist. Auffällig ist, dass Nicht-Wiener Lehrlinge geringfügig mehr Res-
pekt vor der LAP haben. 
 
Abbildung 5: Meinungen zu bzw. Image der LAP 
Sie haben sicher schon etwas über die LAP von Ihrem Aus-
bilder/Ihrer Ausbilderin, Freunden, anderen Lehrlingen und 
KollegInnen gehört.  
Welcher Aussage stimmen Sie am ehesten zu? 
Anteil 
Wien Übrige BL 
Die Prüfung ist sehr schwer und es fallen viele durch. 12,7 13,6 
Die Prüfung ist zwar schwer, aber wenn man etwas gelernt hat, 
dann kommt man durch.  
59,2 65,9 
Die Prüfung ist eher einfach, aber manche fallen trotzdem 
durch. 
20,7 16,7 
Die Prüfung ist leicht und es fallen kaum Personen durch. 7,4 3,8 
Summe 100 100 
Quelle: öibf LAP-Befragung 2013. n=4.808   
 
IV. 3 Unterschiede nach soziodemografischen Merkmalen 
In diesem Abschnitt werden die wichtigsten Ergebnisse von bivariaten Zusam-
menhängen (Zusammenhang zwischen zwei Variablen oder Merkmalen) diskutiert 
und dargestellt. Dabei sollen vor allem Zusammenhänge zwischen dem subjektiven 
LAP-Vorbereitungsgrad und den Merkmalen der TeilnehmerInnen untersucht wer-
den. 
Ein Mittelwertvergleich des subjektiven LAP-Vorbereitungsgrades nach den sozio-
demografischen Merkmalen der Lehrlinge zeigt relevante Unterschiede 
(Abbildung 6). Männliche Lehrlinge schätzen ihren LAP-Vorbereitungsgrad insge-
samt überdurchschnittlich besser ein als weibliche Lehrlinge. Geografisch be-
trachtet ist aber interessant, dass weibliche Lehrlinge in Wien einen höheren 
subjektiven LAP-Vorbereitungsgrad haben als ihre männlichen Kollegen. In den 
übrigen acht Bundesländern fühlen hingegen aber männliche Lehrlinge signifi-
kant besser auf die LAP vorbereitet. Es kann an dieser Stelle aber nicht geklärt 
werden, ob dieser Unterschied auf andere geschlechtsspezifische Merkmale, Be-
rufswahlmuster, bundesländerspezifische Rahmenbedingungen oder Stichproben-
effekte zurückzuführen ist. 
Unterschiede ergeben sich auch beim Mittelwertvergleich nach Migrationshinter-
grund5. Lehrlinge mit Migrationshintergrund geben durchschnittlich einen gerin-
geren LAP-Vorbereitungsgrad an, als Lehrlinge ohne Migrationshintergrund. 
                                              
5 Migrationshintergrund operationalisiert anhand der sprachlichen Dimension und folgender Frage-
stellung: Ist Deutsch die erste Sprache, die Sie im Kindesalter erlernt haben? Antwortkategorien: 
1=ja; 2=ja, aber gemeinsam mit einer anderen Sprache; 3=Nein. Für die Auswertung wurde die di-
        

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