Full text: Junge Menschen in Wien (15)

JUNGE MENSCHEN IN WIEN 
2         ARBEITERKAMMER WIEN 
Die Sozialwissenschaftlichen Grundlagenstudien für Wien erfassen die Zufriedenheit der WienerIn-
nen mit ihrer Lebensqualität und wurden in den Jahren 1995, 2003, 2008 und 2013 durchgeführt. 
Für jede der vier Erhebungen wurden etwa 1.300 bis 2.000 WienerInnen zwischen 15 und 30 Jahren 
befragt. Für die vorliegenden Auswertungen wurde allerdings nur auf die Datensätze von 2003, 
2008 und 2013 zurückgegriffen. 
In Tabelle 1 werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten der drei Befragungen zusammengefasst. 
Diese sind insbesondere deshalb wichtig, weil die Datensätze aus methodischer Sicht nur mit Vor-
sicht direkte Vergleiche zulassen.  
Nach genauer Auswertung der Daten für das Jahr 1995 wurde entschieden, diesen Datensatz aus 
der Analyse auszuschließen, da die allgemeine Vergleichbarkeit der Daten mit den übrigen Erhe-
bungswellen nicht gegeben ist. Die Änderung der Erhebungsmethode von Face-to-face-Interviews 
zu einer Telefonumfrage beeinflusste sowohl das Antwortverhalten der Befragten als auch die Zu-
sammensetzung der gesamten Stichprobe, da mit jeder Erhebungsmethode potenziell Personen mit 
bestimmten Merkmalen zu einem erhöhten Anteil erreicht werden können. Darüber hinaus wurden 
bei gewichtigen Fragen Wortlaut oder Kategorien verändert, sodass die Fragen mit anderen Wellen 
ebenfalls nicht vergleichbar sind. 
Entgegen des ursprünglichen Vorhabens, den Fokus in dieser Studie auf Zeitvergleiche zu legen, 
wurden letztendlich hauptsächlich Ergebnisse aus dem Datensatz von 2013 in den Bericht aufge-
nommen. Nach der Auswertung einer Vielzahl an Zeitvergleichen stellten sich diese als inhaltlich 
wenig ergiebig heraus; der Großteil der Variablen zeigte wenige Veränderungen über die Zeit. 
Zudem konnte zwischen 2003 und 2013 eine Reihe von Fragen nicht ohne Weiteres verglichen 
werden, da auch hier bei den Erhebungen einzelne Fragen umformuliert wurden und bei manchen 
Fragen der Zeitbezug geändert wurde.  
Aus diesen Gründen werden in diesem Bericht nicht systematisch Zeitvergleiche behandelt, sondern 
lediglich ausgewählte Ausschnitte, und zwar solche, die sowohl aus inhaltlichen Gründen ausge-
wählt wurden als auch methodisch durchführbar waren. 
Für das Jahr 2013 wurde entschieden, den Datensatz neu zu gewichten. Nach eingehender Vorana-
lyse der Daten in Bezug auf junge Menschen wurden im Vergleich zu Daten der Statistik Austria 
(Mikrozensus 2012) kleinere bis mittelschwere Abweichungen in den Randverteilungen festgestellt. 
Diese betrafen die soziodemografischen Variablen Alter, Bildung sowie die Strukturvariable Rechts-
form des Wohnverhältnisses. Diese Abweichungen wurden durch die Gewichtung weitgehend aus-
geglichen, sodass die Ergebnisse aus der Sozialwissenschaftlichen Grundlagenstudie (SOWI) von 
2013 repräsentativ für die Bevölkerung der jungen WienerInnen sind. 
Eine Besonderheit stellt die MigrantInnenstichprobe der Sozialwissenschaftlichen Grundlagenfor-
schung in allen drei einbezogenen Wellen dar. Wie in Tabelle 1 unter dem Punkt „Art der Befragung“ 
aufgeführt, steht der Fragebogen in den letzten drei Wellen nur in den Sprachen Deutsch, Türkisch 
und Bosnisch-Kroatisch-Serbisch zur Verfügung. Das führt zu einer Unterrepräsentanz anderer 
Sprachgruppen. Aus diesem Grund ist die Stichprobe in Bezug auf die Gruppe der Wiener Migran-
tInnen nur bedingt repräsentativ. Aussagen zu MigrantInnen in diesem Bericht beziehen sich daher 
insbesondere auf die genannten Sprachgruppen. 
Für die Behandlung der strukturellen Fragen zu Beginn der Kapitel Ausbildung & Arbeit bzw. Woh-
nen wurde auf die Mikrozensusdaten aus den Jahren 2007 und 2012 zurückgegriffen. Der Mikro-
zensus gilt bei Variablen solcher Art als Maßstab für die Repräsentativität. Grundsätzlich erfüllen die 
Daten der Sozialwissenschaftlichen Grundlagenstudie die Kriterien für die Repräsentativität in Wien. 
Auf den Prozentpunkt genau betrachtet liefert jedoch der Mikrozensus die exaktesten Daten.
        

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