Full text: Die Freizeitoption in Kollektivverträgen (143)

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2. Die Lohn-/Gehaltserhöhung wird vor allem aus einer langfristigen Perspektive argumentiert und mit 
Sicherheitsaspekten verknüpft. Während niemand in der Gruppe mit Freizeitoption erwähnt hat, 
dass die zusätzliche Freizeit Jahr für Jahr in alle Zukunft entsteht, waren bei der anderen Gruppe 
Überlegungen in Puncto Kumulierung des einmaligen Verzichts sowie Schmälerung der Pensionsba-
sis sehr gegenwärtig. 
3. Die vorherrschende Tendenz, Arbeitsleistungen verstärkt durch Output-Indikatoren anstatt durch 
die geleistete Arbeitszeit zu beurteilen, muss als wesentliches Hindernis für kürzere Arbeitszeiten 
betrachtet werden. Neben finanziellen Gründen war eines der meistgenannten Motive für die Nicht-
Inanspruchnahme der Freizeitoption die Tatsache, dass die zusätzliche Freizeit nur schwer hätte 
konsumiert werden können, da bereits Schwierigkeiten bestanden, die derzeitigen Urlaubsansprü-
che abzubauen. Als primäre Gründe dafür wurden die hohe Arbeitsbelastung sowie Probleme, eine 
Vertretung bei Abwesenheit zu gewährleisten, genannt. Dies gilt interessanterweise nicht nur für lei-
tende Angestellte, sondern auch für untere Beschäftigungsgruppen.
        

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