Full text: Pendeln in der Ostregion - Potenziale für die Bahn (56)

Ausgangslage – die Ostregion wächst In der Ostregion wohnen immer mehr Menschen und auch die Zahl der Arbeitsplätze steigt. Das bedeutet, dass damit sowohl die Zahl der Einpendler_innen nach Wien, als auch jene der Auspend- ler/-innen in das Umland zunimmt. Damit Wien auch weiterhin zu einer der lebenswertesten Städte weltweit zählt und die Standortqualität der Ostregion auf hohem Niveau erhalten bleibt, ist es not- wendig, dass die Wege zwischen Arbeits- und Wohnort für die Arbeitnehmer/-innen möglichst kos- tengünstig und bequem und dabei gleichzeitig für die Anrainer/-innen möglichst ohne Lärm- und Luftbelastung zurückgelegt werden. Um dies zu gewährleisten ist es notwendig, dass ein immer größerer Anteil der Arbeitnehmer/-innen den öffentlichen Verkehr nutzt. Die Arbeiterkammern Wien, Niederösterreich und Burgenland haben in der vorliegenden Studie die TU-Wien damit beauftragt, ausgehend von der geographischen Lage der Wohn- und Arbeitsorte zu untersuchen, wie hoch die Pendler/-innen-Potenziale für die Bahn sind. Darüber hinaus wurde, ausgehend von den Wohnorten, auch untersucht welche Zielbahnhöfe einerseits für die Einpendler/-innen nach Wien im Stadtgebiet relevant sind und welche Destinationen in Niederösterreich und im Burgenland für die Auspendler/- innen eine Rolle spielen. Ausgangsbasis waren die Informationen von rund 228.000 Arbeitnehmer/-innen. Nach Ausschluss von Betrieben mit Filialstruktur und Gewichtung nach Arbeitsverhältnis wurden die geographischen Koordinaten der Wohn- und Arbeitsorte von 144.000 Pendler/-innen bei den Analysen berücksich- tigt. Diese Daten wurden den Bahnhaltestellen zugeordnet, wobei zwischen einem Nahebereich von drei Kilometern (Raddistanz) und einem weiteren Einzugsbereich bis zu neun Kilometern differen- ziert (Pkw-Distanzen) wurde. Bahnpotenziale doppelt so hoch wie die aktuelle Nutzung – rund 93 Prozent der Wiener Ein- und Auspendler/-innen wohnen im Einzugsbereich der Bahn Die größten gewichteten Pendlerpotenziale aus Wohnortssicht zeigen sich an der Süd-, und an der Westachse sowie an der Achse der Kaiser-Franz-Josefs-Bahn. An diesen Bahnachsen wohnen rund 23.400, 17.600 und 12.200 Pendler/-innen, das ist nahezu die Hälfte des gewichteten Gesamtpo- tenzials von rund 123.700 täglichen Bahnpendler/-innen in der Ostregion. Betrachtet man die Be- triebe an den Bahnachsen so ergeben sich gewichtete Pendlerpotenziale von über 139.600 Arbeit- nehmer/-innen, die täglich die Bahn zur Arbeit nutzen könnten. Bei einer wienweiten Erhebung 2009 und 2010 nutzten rund 56.000 Ein- und Auspendler/-innen die Bahn für ihre Arbeitswege. Die Analysen ergeben, dass es, bezogen auf die Lage der Wohn- und Arbeitsorte, mehr als doppelt so viele sein könnten. Im Detail zeigt sich, dass vor allem an den Kor- ridoren Bruck a.d. Leitha und Mödling mit zusätzlich über 17.500 bzw. rund 15.900 möglichen Bahn- pendler/-innen enorme Verlagerungspotenziale vorhanden sind. Weitere Schwerpunkte stellen der Korridor St. Pölten mit über 6.500, sowie die Korridore Klosterneuburg mit rund 6.200 und Stockerau mit zusätzlichen 4.800 Pendler/-innen dar. Für die Möglichkeit der Bahnnutzung ergeben die Daten grundsätzlich eine gute Ausgangslage, denn 93 Prozent der Ein- und Auspendler/-innen wohnen im Einzugsbereich der 459 Bahnhaltestellen in der Ostregion. Im Gesamtbild zeigt sich, dass sich fast

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.