Full text: Pendeln in der Ostregion - Potenziale für die Bahn (56)

Für die adressgenau geokodierten Daten erfolgte eine zusätzliche Geokodierung durch die Firma WiGeoGis. Als ausreichend wurde eine Kodierung mit der Genauigkeit auf Straßenmittelpunkt er- achtet. Die in unterschiedlichen Datensätzen mit den Personen verbundenen Koordinaten wurden über eindeutige, numerische Schlüssel zusammengeführt. Somit standen für die Personen X/Y- Koordinaten des Wohnortes und des Arbeitsortes zur Verfügung. Tabelle 2 zeigt die aufgabenbezo- gene Präzisierung und Selektion der Datensätze, deren Eigenschaften und Anzahl im Verlauf der Analyse. Vom Ausgangsdatensatz der rund 229.000 Pendler/-innen mit vorhandenen Betriebsadressen wur- den letztlich (nach Aussonderung von Betrieben über 250 Mitarbeiter/-innen) die Adressen von et- was mehr als 160.000 Pendler/-innen in die Analysen einbezogen. Bei den Wohnorten verringerte sich die Anzahl von Anfänglich rund 228.000 auf rund 164.000. Durch die Aussonderung der Unter- nehmen mit Filialstruktur werden somit die gewichteten Pendlerpotenziale grundsätzlich zwar unter- schätzt, bei den Pendelrouten werden damit aber treffsicherere Ergebnisse in Bezug auf die Ver- flechtungen und die Arbeitszentren erzielt. Das bedeutet, dass bei den Potenzialschätzungen die Arbeitswege von ca. 28 Prozent bzw. 64.000 Personen nicht berücksichtigt wurden. Als erstes und sehr wesentliches Ergebnis fällt auf, dass in Summe 144.112 Personen innerhalb der MIV- und SLOW-Einzugsbereiche der Bahnhaltestellen leben und nur 10.670 außerhalb. Das be- deutet, dass weniger als sieben Prozent der Personen weiter als neun Kilometer von der nächsten Bahnstation entfernt leben. Die Daten für das gesamte Netz der 2013 in Betrieb befindlichen Strecken und Haltestellen in Bur- genland, Niederösterreich und Wien wurden von der ÖBB-Infrastruktur AG zur Verfügung gestellt. In Abbildung 3 sind die Strecken und Haltestellen dargestellt, blaue Haltestellen haben ihre Lage in städtischen Zonen gemäß Definition der Statistik Austria. Im Burgenland wurde die Steirische Ost- bahn mit zwei Haltestellen, die lediglich als „Inselbetrieb“ für die Fragestellung zur Verfügung ge- standen wäre, aus dem Analysedatensatz wieder entfernt. Mit Jahresmitte 2013 ist der tatsächliche Verkehr Neckenmarkt-Horitschon – Deutschkreuz nach kurzzeitiger Wiederinbetriebnahme wieder eingestellt worden, was aber in unserer Analyse unbeachtet blieb. Für die netzbasierte Verbindungsanalyse mit dem ArcGIS „Network Analyst“ von der Wohnort- Haltestelle zur Arbeitsort-Haltestelle wurden einige Ergänzungen im bestehenden ÖBB-Graphen vorgenommen (siehe Abbildung 4 und Abbildung 5): Erst in den letzten Jahren ausser Betrieb genommene Strecken, z.B. Südwestbahn zwischen Weissenbach-Neuhaus und Hainfeld NÖ Temporär geschlossene Strecken: Anbindung Innere Aspangbahn – Ostbahn Strecken die bestehen, aber nicht im planmäßigen Personenverkehr genützt werden: Florids- dorfer Hochbahn, Freudenauer Hafenbrücke, Donauuferbahn von Freudenau bis zur Station Handelskai, Spange Inzersdorf, Donauländebahn über Kledering, Spange Nussdorf, alle Relati- onen in Süßenbrunn, Schleifen in Kledering Noch nicht fertiggestellte Strecken: Lainzer Tunnel Geplante Strecken: Spange Wulkaprodersdorf, Spange Ebenfurth, Götzendorfer Spange

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