Full text: Altersteilzeit (8)

RECHT
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Voraussetzungen für das
Altersteilzeitgeld
Frauen ab 50 Jahre und Männer ab 55 Jahre
können ihre Arbeitszeit auf 40% bis 60% verrin-
gern und erhalten mit einem Zuschuss des Ar-
beitsmarktservice (AMS) zwischen 70% und 80%
des bisherigen Einkommens. Die SV-Anteile für
Kranken-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung
werden in der bisherigen Höhe vom AMS weiter-
bezahlt. Die Höhe der Abfertigung wird ebenfalls
von der Arbeitszeit vor der Herabsetzung berech-
net, wobei allfällige Lohnerhöhungen berücksich-
tigt werden müssen. Der Arbeitgeber bekommt
Zuschüsse zur Zahlung des Entgelts vom Arbeits-
marktservice.
In den letzten muss der/die
ArbeitnehmerIn 	


arbeitslosenversicherungspflichtig
beschäftigt gewesen sein.
Das bisherige Beschäftigungsausmaß darf
höchstens um 20% unter der gesetzlichen bzw
kollektivvertraglichen Arbeitszeit liegen (bei einer
40 Stunden/Woche = 32 Stunden).
Vereinbarung, die Arbeitszeit auf 40% bis
60% der bisherigen Normalarbeitszeit zu verrin-
gern (bei 40 Stunden/Woche = zwischen 16 und
24 Stunden). Bei 50% Arbeitszeitverringerung und
einem bisherigen Lohn/Gehalt von € 2.000,– =
€ 1.000,–. Zusätzlich ersetzt das AMS dem
Arbeitnehmer die Hälfte der Differenz auf den
vollen Lohn vor Herabsetzung der Arbeitszeit =
€ 500,–. Bei regelmäßigen Überstundenleistun-
gen oder Zulagen (zB Nacht-, Schicht-, Erschwer-
nis-, Gefahrenzulagen) entfällt der Anspruch bei
50% Arbeitsleistung für den Arbeitgeber. Das AMS
berücksichtigt jedoch die Differenz zum vollen
Lohnausgleich.
Beispiel: Entgelt mit Überstunden € 2.400,–
Arbeitgeber bezahlt € 1.000,–, AMS bezahlt
€ 700,–. Sind Mehrleistungen (Überstunden,
Zulagen) auch bei 50%iger Arbeitszeit zu leisten,
ist es möglich, diese bis zur Geringfügigkeitsgren-
ze (€ 301,54) abgegolten zu erhalten, ohne
Einschränkung des Altersteilzeitgeldes. Die Ober-
grenze des Einkommens bei Altersteilzeit ist die
Höchstbeitragsgrundlage gemäß § 45 ASVG =
monatlich € 3.270,– (im Jahr 2002).
Der Arbeitgeber entrichtet die Sozialversiche-
rungsbeiträge (Kranken-, Unfall-, Pensions- und
Arbeitslosenversicherung) auf Grundlage des
Einkommens vor der Herabsetzung der Arbeitszeit.
Diese werden ihm vom AMS ersetzt.
Eine allfällige Abfertigung wird auf Basis der
Arbeitszeit vor der Herabsetzung der Normalar-
beitszeit berechnet.
Was umfasst die Förderung des
AMS an den Arbeitgeber?
Das AMS ersetzt den Lohnausgleich im
Ausmaß der Hälfte der Arbeitszeitreduktion (dh
bei einer Arbeitszeitverringerung um 50% finan-
ziert das AMS 25% des Bruttoentgelts) aber
maximal bis zur Höchstbeitragsgrundlage gemäß
 (2002 = € 3.270,–) und zusätzlich
die Sozialversicherungsbeiträge (Krankenversiche-
rung, Arbeitslosenversicherung, Pensionsversiche-
rung) der bisherigen Höhe.
In der Vereinbarung zwischen Arbeitnehmer und
Arbeitgeber über die Altersteilzeitarbeit kann auch
festgehalten werden, dass die verringerte Arbeits-
zeit im Durchschnitt über einen bestimmten
Durchrechnungszeitraum erreicht werden kann.
Blockarbeit
Bei 50% Reduzierung der Arbeitszeit und 2 Jahre
Alterteilzeit kann zB 1 Jahr volle Weiterarbeit und
1 Jahr Freizeit vereinbart werden. Das Entgelt ist
aber fortlaufend in gleicher Höhe (75%) zu zah-
len.
Tatsächliche Teilzeitarbeit
Bei 50% Reduzierung der Arbeitszeit und 2 Jahre
Alterteilzeit wird 2 Jahre die Hälfte der wöchentli-
chen Arbeitszeit gearbeitet. Das Entgelt ist
ebenfalls fortlaufend in Höhe  von 75% zu bezah-
len.
Entsprechend dem Zugangsalter und dem Pen-
sionsantrittsalter kann die Altersteilzeit für maximal
6,5 Jahre vereinbart werden, jedoch nur bis zum
frühestmöglichen Pensionsantrittsalter.
Wer hat keinen Anspruch auf
Altersteilzeitgeld?
Ausgeschlossen vom Altersteilzeitgeld sind Arbeit-
nehmerInnen, die eine eigene Leistung aus der
Pensionsversicherung (außer Witwen-, Witwerpen-
sion), Sonderruhegeld gemäß dem Nachtschwer-
arbeitsgesetz einen 
	
 

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