Full text: Verteilung der Vermögen in Österreich (10)

P.b.b. AK Aktuell, Zulassungsnummer 02Z034663 M
Erscheinungsort Wien, Verlagspostamt 1040 Wien, 
Herausgeber, Verleger: Kammer für Arbeiter und 
Angestellte für Wien, 1040 Wien, Prinz-Eugen-Straße 20–22,
Redaktion: Abteilung SI
Internet: http://wien.arbeiterkammer.at
E-Mail: ak-aktuell@akwien.at
Verlags- und Herstellort: Wien
wien.arbeiterkammer.at
buCHtIpp: 
JoSEpH StIGLItz, dER pREIS dER uNGLEICHHEIt.
Viele Arme, wenige Reiche – Warum die wachsende Ungleichheit uns alle angeht
Die Ungleichheit in der Welt nimmt zu: Immer weniger 
Menschen häufen immer größeren Reichtum an, 
während die Zahl der Armen wächst und die Mit-
telschicht vom Abstieg bedroht ist. Doch diese Ent-
wicklung, so zeigt Nobelpreisträger Joseph Stiglitz in 
seinem neuen Bestseller, ist keine zwangsläufige Folge 
einer freien Marktwirtschaft, sondern Ergebnis einer 
globalisierten Ökonomie, die zunehmend vom reich-
sten einen Prozent der Bevölkerung beherrscht wird.
Die Schere zwischen Arm und Reich wird größer, 
daran konnte auch die weltweite Finanz- und 
Wirtschaftskrise nichts ändern - im Gegenteil. Politik 
und Wirtschaft scheinen selbst in der Krise immer 
einseitiger den Interessen der Superreichen zu folgen, 
während es vielen Menschen zunehmend schlechter 
geht. Besonders drastisch lässt sich diese Entwick-
lung in den USA erkennen. 
Doch die wachsende Ungleichheit hat ihren Preis, 
wie Joseph Stiglitz in seinem neuen Buch zeigt. 
Sie behindert Wirtschaft und Wachstum, führt zu 
weniger Chancengerechtigkeit und korrumpiert 
Justiz und Politik. Deswegen ruft Nobelpreisträger 
Stiglitz dazu auf, die zunehmende Ungleichheit in 
unseren Gesellschaften nicht einfach hinzunehmen, 
sondern Wirtschaft und Politik so zu reformieren, 
dass der Wohlstand wieder gerechter verteilt ist. Die 
weltweiten Demonstrationen der Occupy-Bewegung 
können ein erster Schritt in diese Richtung sein.
Weitere Literatur:
Acosta-Ormaechea, Santiago; Yoo, Jiae (2012): Tax Composition and 
Growth: A Broad Cross-Country Perspective, IMF Working Paper Nr. 257.
Andreasch, Michael: Fessler, Pirmin; Mooslechner, Peter; Schürz, Martin 
(2012): Fakten zur Vermögensverteilung in Österreich. In: Sozialbericht 
des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, 
S. 249-267.
Conesa, Juan Carlos; Kitao, Sagiri; Krueger, Dirk (2009): Taxing Capital? 
Not a Bad Idea after All! American Economic Review Vol.99 Nr. 1, S.25-48.
Eurostat (2012):  The taxation of property in the EU, in: Taxation trends in 
the European Union, S. 45-54
Fessler, Pirmin; Mooslechner, Peter; Schürz, Martin (2012): Household 
Finance and Consumption Survey des Eurosystems 2010. Erste 
Ergebnisse für Österreich. In: Geldpolitik & Wirtschaft (Q3/12), S. 26–67. 
Online verfügbar unter http://www.oenb.at/de/img/gewi_2012_q3_
schwerpunkt_tcm14-250394.pdf, zuletzt geprüft am 30.10.2012.
Piketty, Thomas; Saez, Emmanuel (2012): A Theory of Optimal Capital 
Taxation, NBER Working Paper.
Statistik Austria (2012): Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung. http://
www.statistik.at/
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.