Full text: AK Unternehmensmonitor

AK-Unternehmensmonitor   11
Krisenpolster Eigenkapital
Die österreichischen Unternehmen können den gesamten Beobachtungszeit-
raum über auf eine ausgezeichnete durchschnittliche Eigenkapitalausstattung 
bauen. Auch die Krise konnte der Eigenkapitalausstattung der großen österrei-
chischen Kapitalgesellschaften wenig anhaben. Im Jahr 2013 lag die Eigenka-
pitalquote bei sehr guten 44,7 Prozent. Im Durchschnitt verfügen alle unter-
suchten Sektoren über einen sehr guten bis guten Krisenpolster.
Das oberste Viertel der untersuchten Unternehmen erreicht sogar üppige 
Eigenkapitalquoten von über 60,0 Prozent. Gerade einmal 6,1 Prozent der 
Unternehmen liegen unter der 8 Prozent-Marke, die das Unternehmensreorga-
nisationsgesetz als kritischen Wert definiert: Diese Unternehmen verfügen 
unter Umständen über zu geringe Reserven, um kurzfristig auftretende Verluste 
abfedern zu können. Nur 2,3 Prozent der untersuchten Unternehmen haben 
mit einem negativen Eigenkapital zu kämpfen. Positiv ist auch, dass selbst der 
krisengeschüttelte Bausektor sich bei einem Drittel Eigenfinanzierungsanteil 
am Gesamtvermögen stabilisieren konnte. 
Note 2013
1
Eigenkapitalquote: 
Eigenkapital in Prozent des Gesamtkapitals (Bilanzsumme)
Definition: 
Das Eigenkapital ist das Fundament der betrieblichen Finanzierung und steht dem 
Unternehmen in der Regel dauerhaft zur Verfügung. Es hat für die Krisen festigkeit 
des Unternehmens hohe Bedeutung, da mögliche Verluste vom  Eigen kapital auf-
gefangen werden müssen. Die Eigenkapitalquote zeigt, welchen Anteil das Eigen-
kapital an der gesamten Unternehmensfinanzierung aufweist.
AK Beurteilung
1: ab 40,0 Prozent
2: 30,0 bis 39,9 Prozent
3: 20,0 bis 29,9 Prozent
4: 0 bis 19,9 Prozent
5: negatives Eigenkapital
55,3%
Fremdkapital
44,7%
Eigenkapital
Unternehmensfinanzierung 2013
Eigenkapitalquote in Prozent Benotung
2009 42,4 1
2010 43,6 1
2011 43,1 1
2012 45,1 1
2013 44,7 1
        

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