Full text: Smart cities (21)

SMART CITIES ARBEITERKAMMER WIEN 71 7. EPILOG Die Ausführungen dieser Studie haben gezeigt, dass unterschiedliche Player versuchen, Modelle smar- ter Städte zu entwickeln, Indikatoren zur Messung der Erfolge zu definieren bzw. technische Lösungen zur Verbesserung anzubieten. Gerade die Technik und die zum Einsatz gelangenden Informations- und Kommunikati-onssysteme spielen dabei eine bedeutende Rolle und Fragen der Bürgerrechte im Hinblick auf den Schutz ihrer höchstpersönlichen Daten dürfen dabei nicht vergessen werden. Ein globaler IT-Player fand bisher jedoch noch nicht Eingang in diese Studie, da er bisher nur Daten für Smart Cities zugelieferte. Glaubt man einer aktuellen Meldung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung 46 wird sich das aber unmittelbar ändern. Das Unternehmen Google, einer der neben Regierungsbehörden weltweit größten Datensammler, plant den Einstieg in die smarte Stadt. Dieser Beitrag mag ein Ausblick in die unmittelbare Zukunft sein, verweist jedoch nachhaltig auf Hand- lungsfelder von Politik und Interessenvertretung. Die smarte Stadt der Zukunft Den Menschen berechnen wie den Stromverbrauch Google träumt nicht nur von der smarten Stadt, sondern bastelt schon längst an seiner Software dafür. So sieht das Gehege aus, in das uns der Online-Konzern als urbane Datenprimaten sperren will: bestimmt bequem, aber ohne Auslauf. Hochauflösende Karten für autonom fahrende Autos und Programme für Datenschnittstellen: Noch liefert Google vor allem Software für smarte Städ- te. Doch Alphabets Geschäftsführer Larry Page weiß, dass städteplane- risch noch viel Luft nach oben ist und hat das Projekt „Google Y“ lanciert. Seit einem Jahr beschäftigt es sich mit der Frage, wie der Netzgigant die Datenströme in den Städten der Zukunft organisieren kann – und wie er selbst Städte nach Google-Maß errichten könnte. Denn wenn von der Am- pel über den Wasserzähler bis zur Überwachungskamera alles miteinander vernetzt ist, warten auf Google ungeahnte Wachstumsmöglichkeiten. Seine Algorithmen sollen dann nach Möglichkeit die Verkehrsströme lenken, die Wasserversorgung und Müllabfuhr. Informationen über den privaten Ener- giebedarf kann Google Nest liefern, Reisepläne optimiert Google Maps. Schon jetzt schickt der Konzern seine Street-View-Fahrzeuge aus, um Luft- verschmutzung in Städten zu messen. Er beschäftigt sich auch mit dem Aufbau eines lückenlosen WLAN-Netzes. Googles Tochter Sidewalk Labs etwa will von Ende 2015 an Telefonzellen in New York City in moderne In- formationsstationen verwandeln. Die Zellen sollen Wifi im Umkreis von fünf- zig Metern liefern sowie eine Ladestation für Handys und einen interaktiven Bildschirm bieten, der kostenlose Anrufe im Inland und Zugang zum Internet ermöglicht. In seinem Buch „Triumph of the City“ argumentiert der Harvard-Ökonom 46 http://tinyurl.com/jbsj46c

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