Volltext: Beschäftigungssituation und Problemlagen von MigrantInnen - Exploration des Status quo in Wien

27 transnationale PendlerInnenströme in der Centrope-Region untersucht. Wenig überraschend ist demnach die Zahl der PendlerInnen aus der Slowakei, der Tschechischen Republik und Ungarn angestiegen. Allerdings war der Anstieg nicht so stark, wie ursprünglich prognostiziert. Während das WIFO bspw. von bis 100.000 PendlerInnen ausging, pendelten 2012 tatsächlich rund 45.000 unselbstständig Erwerbstätige aus den drei Ländern nach Österreich.48 Weitere relevante Erkenntnisse aus dem Projekt: Die Einkommen der PendlerInnen sind in Österreich doppelt so hoch wie in den Herkunftsländer: Im Schnitt verdienen sie einen Bruttolohn von acht Euro, zuhause weniger als vier Euro. Allerdings liegt der durchschnittliche Bruttolohn von ÖsterreicherInnen mit knapp 15 Euro noch einmal fast doppelt so hoch. Das rührt u.a. daher, dass die meisten Jobs der PendlerInnen aus diesen Ländern im Niedriglohnsektor liegen, etwa in Handel, Gastronomie, Bauindustrie, Landwirtschaft und Sozialwesen. Daneben verweisen Befragungen der PendlerInnen aber auch auf bedenkliche Praktiken der Unternehmen (z.B. Nichtanerkennung von Berufserfahrung, Vollzeitanstellung mit Halbtagsbezahlung etc.). • Fehlende Daten. Allgemein gilt, dass Daten und Fakten zur Entwicklung grenzüberschreitender PendlerInnenströme insbesondere in qualitativer Hinsicht unzureichend sind (wer kommt mit welchen Qualifikationen, wo finden Verdrängungsprozesse statt; wie verhält es sich mit lohn- und Sozialdumping). 48 Wiesböck et.al (2014)

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