Full text: Beschäftigungssituation und Problemlagen von MigrantInnen - Exploration des Status quo in Wien

46 Maßnahmen in Form eines Stufenmodels zu einem Gesamtkonzept verdichten, um MigrantInnen dabei zu unterstützen, ihre beruflichen Potenziale sichtbar zu machen und damit die Aussicht zu bekommen, diese für eine gute Arbeitsmarktintegration zu nützen. Dieses ganzheitliche Förderprogramm soll in Zusammenarbeit integrations- und arbeitsmarktrelevanter Akteure sowie MigrantInnenorganisationen in Wien entwickelt und betrieben werden. Wobei vorhandene Strukturen und Angebote optimal genützt und Synergien erzeugt werden können. Weiters wird von den ExpertInnen die Schaffung eines Anerkennungsgesetzes als förderliche gesetzliche Rahmenbedingung begrüßt. Neben der Schaffung eines Anerkennungsgesetzes und entsprechender Beratungs- und Serviceangebote sind geeignete Methoden der Anpassungs- oder Nachqualifizierung im Kontext der beruflichen Anerkennung notwendig. Die Entwicklung interkultureller Kompetenzen sowie die Förderung des berufsbezogenen Spracherwerbs sind weitere Empfehlungen der ExpertInnen, um einen gelungenen beruflichen Einstieg ohne die Gefahr einer Dequalifizierung zu ermöglichen. Führt man sich die derzeitige Flüchtlingssituation vor Augen, gewinnen diese Maßnahmen noch mehr an Bedeutung. Nicht zuletzt muss das Thema der Diskriminierung bzw. Maßnahmen, die Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft bekämpfen, verstärkt aufgegriffen werden. Hier scheint es noch wenig erfolgreiche Ansätze zu geben. Jedoch ohne eine gesellschaftliche Akzeptanz der Zuwanderung und den Abbau von Vorurteilen wird sich auch die Situation von MigrantInnen auf dem Arbeitsmarkt nicht nachhaltig verbessern. Auch diesem Aspekt muss man sich daher in den nächsten Jahren politisch verstärkt widmen.

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